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Update zur Deepwater Horizon: Telefongespräch mit Paul Noel
By Roman | Juni 14, 2010
Ich habe heute rund eineinhalb Stunden mit Paul Noel, Berater des PSE Network und New Energy Congress in Alabama, Vereinigte Staaten telefoniert. Da ich das Gespräch leider nicht aufgezeichnet habe, erklärte sich Paul bereit, seine Ausführungen in Bezug auf die gesunkene Deepwater Horizon und die daraus sich abzeichnenden Konsequenzen schriftlich zu formulieren und uns in den nächsten Tagen zukommen zu lassen. Auch bestünde möglicherweise die Chance, einen Kontakt zu einem der renommiertesten Ölexperten der USA, Matt Simmons, herzustellen, um auch diesen direkt befragen zu können. Ich hoffe, dass es klappen wird.
Meine vermuteten Ausführungen in dem Artikel “Explosion der Deepwater Horizon: Traf der Bohrer auf Methanhydratfelder am Boden der Tiefsee” scheint sich laut Paul als richtig zu erweisen. Seinen Ausführungen zufolge sei der Untergang der Ölbohrplattform augenscheinlich durch einen massiven Methangas Blow Out verursacht worden, was wie gesagt, auch durch Augenzeugenberichte der überlebenden Mitglieder der Bohrmannschaft der Deepwater Horizon bestätigt worden sei. Gefragt nach den Gefahren, ob das sich zersetzende Methan am Tiefseeboden ernsthafte Gefahren für die Bildung eines Tsunamis vor der Küste bilden könnte, erklärte Paul, dass Methangas sich bereits in allen Schichten des Golfs befinde, es sei überall, auch und vor allem in der Bohrvorrichtung, er jedoch aufgrund der herrschenden Druckverhältnisse – die er tatsächlich ebenfalls auf 20.000 bis 70.000 PSI taxierte (eher die obere Range) – und der Tiefe des Wassers eher nicht davon ausginge, dass ein Tsunami im Anrauschen sei. Er schloss es aber auch nicht aus. Seinen Worten nach sei es durchaus möglich. Persönlich erwarte er jedoch eher ein möglicherweise in der Entstehung begriffenes Erdbeben vor der Küste, wenn die Druckverhältnisse unter der Erdkruste und in der Kammer bzw. dem Hohlraum den Tiefseeboden aufbrechen sollten, so wie auch durch Wickstrom vermutet. Bitte nehmt mich hier nicht wörtlich. Er hat mich mit derart viel Detailwissen überfrachtet, dass ich an dieser Stelle auf alle Fälle auf seinen eigenen Bericht verweisen möchte, den wir bald bekommen düften. Tsunamis bildeten sich eher in seichterem Wasser, nicht jedoch in einer Tiefe von 1 Meile. Laut Paul liefen pro Tag 1 Million Barrel Öl in den Golf. Auch sei dieser Vorgang nicht zu stoppen, da BP keinerlei Vorkehrungen getroffen habe für eine derartige Katastrophe. Die Regierung sei durch ihre verfolgte Deregulierungspolitik in den vergangenen Jahren neben dem Konzern als Schuldiger an dieser Katastrophe zu nennen. Man wisse dort nicht, was man jetzt tun solle. Es sei richtig, dass große Teile des Gebiets für Medien zur Sperrzone erklärt worden seien. Auch dürfe es nicht mehr ohne Genehmigung überflogen werden. Seiner Aussage nach würden nur noch systemtreue Medien in das Gebiet zur Berichterstattung vorgelassen. Angesprochen auf die diskutierte Möglichkeit der Zündung einer Atombombe am Tiefseegrund, erklärte Paul, dass es zum einen sehr wahrscheinlich nicht funktionieren werde – auch wisse man nichts über die damit assoziierten Gefahren und Folgen -, zum anderen die Regierung selbst riesige Angst davor habe. Die Russen hätten allerdings in der Vergangenheit Erfahrungen damit gemacht. Die Bevölkerung im Süden stünde dieser Maßnahme jedoch ebenfalls ablehnend gegenüber. Die Regierung habe allerdings augenscheinlich auch nichts mehr unter Kontrolle. Abschließend möchte ich sagen, dass Paul mir gegenüber äußerte, wie hoch die Schätzungen für das gesamte Ölreservoir in der Tiefsee im Golf von Mexiko lägen. Ich gebe die von ihm genannte Anzahl an Barrels hier jedoch erst einmal nicht wider, weil es für viele Menschen unvorstellbar sein dürfte, was sich für Szenarien aus diesen Schätzungen auftuen könnten. Nur soviel: Laut Paul könne das Öl noch die kommenden Jahre fließen, wenn der liebe Gott nicht irgendetwas oder irgendeine Art der Rettung vom Himmel sende. Ich warte jetzt auf seinen eigenen Bericht, den er mir verspach in seinen Worten zu formulieren (und glaubt mir, er hat eine Menge Ahnung von der Materie, dementsprechend ausführlich sind seine Erklärungen), um ihn uns in den nächsten Tagen für eine Veröffentlichung zukommen zu lassen. Hätte ich gewusst, dass sich aus meinem Anruf ein derart langes Gespräch entwickeln würde, hätte ich es natürlich aufgezeichnet. Er war sich sicher, dass man jetzt bereits 20% allen Fischlebens im Meer abschreiben könne. Es werde zu einem Clash um den zukünftigen Fischfang mit anderen Nationen kommen. Problem sei, dass die Gewässer in Asien bereits komplett überfischt wären, so dass es zu Engpässen kommen werde in den nächsten Jahren, die wieder einmal den kleinen Mann besonders hart treffen würden. Was die Menschen im Süden der USA angeht: Laut Paul kaum eine Zukunft. Es interessiere seiner Aussage zufolge auch niemanden. Weder irgendwen in der Regierung noch bei BP. Auch werde diese Katastrophe nicht auf den Süden der USA konzentriert bleiben, sondern sich auf folgende Weise äußern: “It goes global, Roman, believe me.”
Allen einen schönen Abend!
Topics: USA | 61 Comments »



Juni 14th, 2010 at 21:32
Gratuliere zu eurer Ausdauer und dem Erfolg.
Aber ich meine im seichten Wasser wandelt sich die kinetische Energie des Tzunamis in Höhenenergie. Das war wohl ein Mißverständnis.
Ob das Beben eher in der Horzontalen oder in der Waagerechten schwingt ist u.a. entscheidend für die Tzunamibildung. Horizontale Schwingungen sind gefährlicher.
Ich las mich aber gerne noch belehren.
Ganz sicher 1 000 000 Barrel? Das sind
159 000 000 Liter, also 159 000T.Das wären 4 Exxon-Valdez Havarien pro Tag! Kein Schreibfehler?
Das wäre alles absoluter Wahnsinn!!!
Juni 14th, 2010 at 21:39
das bedeutet,das seit dem 20.04.ca.9 millionen kubicmeter ausgelaufen sind.und kein ende in sicht
das ist schlimmer als schlimm.
mir fehlen mehr als die worte,und 70.000 idioten feiern in hamburg unsere fussballmillionaire am heilligengeistfeld. kranke welt
Juni 14th, 2010 at 21:39
Kein Schreibfehler. Warts ab, wenn sein eigener Bericht kommt. Mir fiel die Kinnlade manches Mal runter.
Juni 14th, 2010 at 21:44
Die US-Regierung wollte Öl, jetzt hat Sie genügend davon.
Echt Apokalyptisch!
Ein Optimist den ich kenne, sagt dazu. a) das Öl ist noch gar nicht hier und b) wenn dann dauerts noch ein Jahr, wenn überhaupt. Also weitergehts: schaffa schaffa Häusle bauen
Juni 14th, 2010 at 21:47
Dass Tsunamis nicht in einer Meile Tiefe ausgelöst werden könnten outet Paul Noel schon mal als wenig informiert. Die meisten tektonisch verursachten Tsumanis hatten ihren Entstehungsort gerade in größeren Tiefen, z.B. der Tsunami vom 25.12.2004.
Auch der Tsunami infolge der Rutschung vor der norwegischen Küste vor einigen tausend Jahren hatte seinen Ausgangspunkt im Hangbereich zur Tiefsee, wo im übrigen die meisten Methanhydratvorkommen anzutreffen sind. Diese Hydrate stabilisieren die Steilhänge von den Schelfgebieten zur Tiefsee. Das heißt, dass bei größerflächigem Auftauen und den dabei entstehenden massiven Blowouts diese Steilhänge destabilisiert werden und durch die Rutschungen Tsunamis auch großer Dimension entstehen könnten. Anders als bei tektonisch verursachten Tsunamis breiten sich die Wellen aber nicht vorrangig ringförmig aus sondern in Richtung der Rutschung. Das hieße für diesen Teil es Golfes, dass hauptsächlich Mexiko, insbesondere die Halbinsel Yucatán, und Kuba betroffen wären.
Dazu müsste man zunächst wissen, ob sich der Ort des Ölaustritts im Bereich eines Steilhanges befindet. Bei der Betrachtung der Unterwassertopologie bei Goggle Earth komme ich eher zum Schluss, dass dies in diesem Bereich eher nicht der Fall ist. Die Steilhänge befinden sich mehr am Rande des Florida-Schelfs, mehr als 100 Kilometer entfernt, sowie im zentraleren Bereich des Golfes.
Durch Methanblowouts selbst können keine Tsunamis entstehen, weil ein solch massives gleichzeitiges Auftauen von Hydraten, um die gesamte Wassersäule hochzudrücken, ausgeschlossen werden kann.
Allerdings wäre die Sicherheit der zur Ölpestbekämpfung stationierten Schiffe über dem Unglücksgebiet womöglich durch Blowouts gefährdet. Hoffentlich sind sich die Besatzungen über diese latente Gefahr im Klaren.
Juni 14th, 2010 at 21:54
In den vergangenen 50 Tagen das Äquivalent von 200 Exxon-Valdez Katastrophen?
Versteh mich nicht falsch, denn ich halte euch alle für integere und kritische Menschen, aber solche Dimensionen wollen mir nicht in den Kopf.
Wenn die Russen das Leck schliessen könnten, dann hätten sie sich schon angeboten. Die hätten dann bei den Amis ein für alle mal nen “dicken Fels” im Brett
Juni 14th, 2010 at 21:59
@M.E.
teile deine Meinung was die Tzunamis angeht.
Du scheinst dich mit Geologie auszukennen, was hälst du von den Mengenangaben?
Übrigens, das war ein Telefonat und da können schon mal Mißverständnisse auftreten. Vielleicht hat Noel verstanden, ob sich eine Welle “über” der Tiefsee aufbaut. Das geschieht ja eben nicht bei einem Tzunami, die durch Beben ausgelöst werden.
Was aber sagst du zu den Ölmengen?
Juni 14th, 2010 at 22:01
Bei einer Fließgeschwindigkeit von 6,48 km/h müsste der Golfstrom nach 50 Tagen eine Strecke von 7776 km zurück legen. Mit anderen Worten, der Dreck dürfte inzwischen vor unserer Haustür sein!
Mich würde nur interessieren, welche Auswirkungen wird das auf unser Wetter bzw. Klima haben??
Juni 14th, 2010 at 22:02
Das Öl wird in zwei Jahren den kompletten Atlantik bedecken.Regnen tuts dann in Europa nicht mehr.
Amen!
Juni 14th, 2010 at 22:08
… ich schrieb “horizontal und waagerecht”.
Blödsinn, bin ja schon neben der Spur wegen der Nachricht. Horizontal und vertikal natürlich und vertikale Schwingungen sind gefährlicher in Puncto Tzunamibildung.
VG
Juni 14th, 2010 at 22:10
Da scheint jemand Ahnung vom Fach zu haben – heute gelesen ein Kommentar auf der Website The Oil Drum (und auch auf ChrisMartenson.com diskutiert):
http://www.theoildrum.com/node/6593#comment-648967
Juni 14th, 2010 at 22:13
Auszug aus dem o.a. Link:
“OK let’s get real about the GOM oil flow. There doesn’t really seem to be much info on TOD that furthers more complete understanding of what’s really happening in the GOM.
As you have probably seen and maybe feel yourselves, there are several things that do not appear to make sense regarding the actions of attack against the well. Don’t feel bad, there is much that doesn’t make sense even to professionals unless you take into account some important variables that we are not being told about. There seems to me to be a reluctance to face what cannot be termed anything less than grim circumstances in my opinion. There certainly is a reluctance to inform us regular people and all we have really gotten is a few dots here and there…
First of all…set aside all your thoughts of plugging the well and stopping it from blowing out oil using any method from the top down. Plugs, big valves to just shut it off, pinching the pipe closed, installing a new bop or lmrp, shooting any epoxy in it, top kills with mud etc etc etc….forget that, it won’t be happening..it’s done and over. In fact actually opening up the well at the subsea source and allowing it to gush more is not only exactly what has happened, it was probably necessary, or so they think anyway.
So you have to ask WHY? Why make it worse?…there really can only be one answer and that answer does not bode well for all of us. It’s really an inescapable conclusion at this point, unless you want to believe that every Oil and Gas professional involved suddenly just forgot everything they know or woke up one morning and drank a few big cups of stupid and got assigned to directing the response to this catastrophe. Nothing makes sense unless you take this into account, but after you do…you will see the “sense” behind what has happened and what is happening. That conclusion is this:
The well bore structure is compromised “Down hole”.
That is something which is a “Worst nightmare” conclusion to reach. While many have been saying this for some time as with any complex disaster of this proportion many have “said” a lot of things with no real sound reasons or evidence for jumping to such conclusions, well this time it appears that they may have jumped into the right place…
TOP KILL – FAILS:
This was probably our best and only chance to kill this well from the top down. This “kill mud” is a tried and true method of killing wells and usually has a very good chance of success. The depth of this well presented some logistical challenges, but it really should not of presented any functional obstructions. The pumping capacity was there and it would have worked, should have worked, but it didn’t. (…)”
(hier folgt der Rest des Artikels, lohnenswert zu lesen, meine ich)
Juni 14th, 2010 at 22:18
@Hermann: Der Spam-Filter von wfacts macht wieder Probleme. Also muss ich meinen Kommentar spliten.
Regen ist eine Seite. Die Temperaturen könnten sich aber um einiges abkühlen. Ich bin kein Experte, doch der kommende Sommer könnte echt kühl werden.
Juni 14th, 2010 at 22:18
@Hermann, 2. Teil: Es würde mich nicht wundern, wenn wir dadurch 5 bis 10 Grad Celsius weniger auf das Thermometer bekommen! Dann gibt es keine Südfrüchte aus Spanien, Italien etc! Dann ernähren wir uns nur noch von Weißkohl, Radieschen und Kartoffeln. Naja, was soll’s. Ich meine, die Elite wollte doch ohnehin 5500 Millionen Menschen loswerden. Eine günstige Gelegenheit …
Juni 14th, 2010 at 22:25
Hallo samy,
beruflich habe ich nichts mit Geologie zu tun, aber interessehalber beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit verschiedenen geologischen Aspekten.
Über Mengenangaben kann ich absolut kein belastbares Urteil fällen. Matthew Simmons ist ja auch kein Geologe und trotzdem einer der besten Kenner der Ölgeologie (sein Buch “Wenn der Wüste das Öl ausgeht” ist sehr zu empfehlen).
Wenn er mutmasst, dass außerhalb des ausgeleuchteten Bereichs noch größere Mengen an Öl austreten (“The elephant behind the mouse”), so macht mich das schon nachdenklich. Dazu müsste ein größerer Kreis um die bisher sichtbare Austrittsstelle intensiv abgesucht werden. Aber BP scheint in dem Gebiet eine fast schon staatliche Hoheit auszuüben, was mir absolut nicht in den Kopf will. Normalerweise müsste es von staatlich angeheuerten U-Boot-Robotern da unten nur so wimmeln, um eine Übersicht zu bekommen.
Die aus dem sichtbaren Loch austretenen Ölmengen (insgesamt wohl ein größeres und 2 kleinere Löcher) sind ja durch etliche Wissenschaftler hochgerechnet worden (Rohrdurchmesser mal Austrittsgeschwindigkeit). Diese Berechnungen ergaben erhebliche Streubreiten, die aber alle deutlich über den BP-Angaben lagen, jedoch nicht in den hier genannte Dimensionen. Wenn natürlich Simmons mit seiner ANNAHME (!) recht hätte, könnte sich die Lage tatsächlich dramatischer darstellen.
Die Anwohner können nur hoffen, dass in dieser Saison nicht ein Hurrican mit seinem Nordost-Quadranten über das Gebiet hinwegzieht. Das wäre der Super-Gau. Darin, und nicht in Tsunamis läge die eigentliche Gefahr. Das würde die Fläche der verpesteten Küstenregion vervielfachen. Und die Schiffe für das abgesaugte Öl müssten auch evakuiert werden, mitsamt den Absaugleitungen.
Es ist ein Wunder, dass es während der heftigen Hurrican-Saisons 2004 bis 2006 nicht zu unkontrollierten Ölaustritten kam, als etliche Plattformen kenterten.
Juni 14th, 2010 at 22:27
@ samy
schau mal hier:
http://news.softpedia.com/news/Russians-Suggest-Using-Nuke-on-the-Gulf-Oil-Spill-141939.shtml
Juni 14th, 2010 at 22:32
Hallo Uri,
der Ölaustritt hat keinerlei Witterungs- oder gar Klimarelevanz. Und eine wahrnehmbare Verschmutzung spanischer, französischer oder nordafrikanischer Strände ist auf Grund der extremen Verdünnung und der auf dem weiten Weg erfolgenden Dezimierung durch Mikroorganismen absolut unwahrscheinlich.
Das riesige Öldesaster im GoM ist jedoch ein recht großes in einer Reihe ständiger Umweltesaster, die in ihrer Addition schon globale Bedrohungskapazität haben.
Juni 14th, 2010 at 22:33
@Hermann: Eines wird die Katastrophe jedoch zeigen, wir werden das �l ohne Aufschlag direkt in die Wasserleitung gespeist bekommen. Das nenne ich doch Service, dank sei BP. was wir dann nur brauchen ist ein Wasser-�l Ofen, der uns dann die verlorenen 5-10 Grad Celsius ausgleicht. Ich sollte einen solchen Ofen erfinden und mir patentieren lassen.
Juni 14th, 2010 at 22:38
@M.E.: Da ich heute jedem “Klugschweißer” zunächst misstraue, insbesondere, wenn die Nachricht sich positiv anhört, kann ich bei dir lieber M. E. keine Ausnahme machen. Kannst du mir freundlicherweise sagen, woher du deine Einschätzung hernimmst? Hast du eine Ausbildung in diese Richtung?
Ich glaube mich zu erinnern, dass dieser Golfstrom Einfluss auf das Wetter bzw. das Klima hat. Wenn dem so ist, so dachte ich mir, müsste doch dieses Schweröl die Fließeigenschaften des Wassers / der Strömung in irgendeiner Form beeinträchtigen. Da nicht glaube, dass die Strömungsgeschwindigkeit zunimmt, sondern eher abnimmt, müsste es irgendwie auf das Klima/Jahreszeiten wirken, oder?
Juni 14th, 2010 at 22:42
@all
Nochmals: Er hat mich mit Detailwissen erschlagen. Ich habe einige Dinge aus duesem Telefonat zusammengefasst, die mir besonders wichtig erschienen. Es gab so viele Details, da hätte ich gleich drei Seiten schreiben können mit der Gefahr, Patzer zu bauen. Wartet auf seinen Bericht, wir werden ihn dann übersetzt zur Verfügung stellen.
THX für Eure Geduld.
Gruß,
Roman
Juni 14th, 2010 at 22:44
Hallo M. E.,
habe deinen Kommentar an Samy gelesen. OK, du bist also ein Hobby-?
Ja, mich verwundert es auch, dass ich hören muss, BP hätte eine Nachrichtensperre verhängt etc. BP lässt Reporter nicht an die Strände etc. Ich frage mich, wie BP sich eher hoheitliche Rechte heraus nimmt – so scheint es mir.
Vielleicht dient die Sache nur dazu zu sehen, wieviel die US-Bevölkerung akzeptiert. Wie weit kann ein Konzern gehen und Hochheitsrechte für sich beanspruchen, ohne dass Widerstand geleistet wird. Stellt euch vor, dort wäre nur ein kleines Leck und die ganze Sache wäre nur als Test für die Ã�bernahme der USA gedacht. (Zuerst USA, dann den Rest der Welt …)
Juni 14th, 2010 at 22:47
@M.E.
Danke für deine Meinung. Melde dich doch ruhig öfter mal zu dem Thema ;.)
@horst
hätten die Russen den Stein der Weisen, hätten sie sich nicht geradezu aufgedrängt? Was hielte sie davon ab? Und hätte die US-Admin. inkl. BP das nicht sofort dankend aufgenommen?
Daraus darf man schliessen, dass auch die Russen zumindest keine risikofreie einfache Lösung kennen.
Das macht mich alles sehr nachdenklich, sogar etwas traurig.
Tja, schaun mir mal …
Juni 14th, 2010 at 22:57
Also ich find das Ganze eingentlich nur belustigend, Nicht weil ich mich über diese riesige Umweltpest freue, sondern weil ich mich täglich über die ganzen armseligen hilflosen Würstchen in Politik und Managament totlachen könnte.
Überall nur verblödete Heissluftgebläse an der Macht. Selten sah man dies so deutlich.
Juni 14th, 2010 at 23:01
um das drama mal zu visualisieren..
http://www.ifitwasmyhome.com/
Hab ich auf scienceblogs gefunden..
http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2010/06/wenn-bp-in-sachsenanhalt-nach-ol-bohren-wurde.php
erschreckend die Grö�e des �lteppichs..
Juni 14th, 2010 at 23:04
Hallo Uri,
die Fließgeschwindigkeit des Golfstroms wird durch ein Trilliardstel Ölanteil in keiner Weise beeinflusst.
Damit ich nicht missverstanden werde: ich halte die Sauerei dort für eine veritable Katastrophe für die Region. Aber wie ich heute schon einmal schrieb: Sauereien in ähnlicher Dimension vollziehen sich an verschiedenen Stellen der Erde STÄNDIG, siehe die Teersandabbaugebiete in Kanada oder die Regenwaldmassaker in Indonesien oder Brasilien. Und diesen permanten Sauereien wird meist keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Auch das ist mainstream- die Über- und Unterbetonung von Ereignissen!
Und natürlich halte ich die anthropogenen Emissionen und deren Rückkopplungen (!) sehr wohl für klimarelevant.
Trotzdem sollte man immer auf realistischer Basis diskutieren,wenn es um ein bestimmtes Ereignis geht.
Juni 14th, 2010 at 23:12
Diese gigantischen Mengen würden erklären, warum BP auf den Einsatz von Corexit besteht.
Es würde sonst ein für alle Welt sichtbarer abnormal größer Öltepich angespült.
Juni 14th, 2010 at 23:15
@ Roman,
ihr schafft es immer wieder, mich mit Euren Berichten und Themen zu überraschen.
Wie schafft ihr das immer wieder mit den Interviews??????
Wieder mal eine grandiose Leistung von Euch!
Verblüffte und Dankende Grüße
Johannes
PS: Natürlich auch Dank an die Infokrieger !
Juni 14th, 2010 at 23:27
@samy: Dieses Corexit ist gefährlicher als das Öl. Insofern stellt ich mir die Frage, was man damit bezweckt.
@M. E.: Danke für deine Einschätzung. Bin gespannt ob du Recht behältst.
Juni 14th, 2010 at 23:29
Danke lieber Gott, dass wir in Deutschland so wenige Rohstoffe haben. Sonst würden wir wahrscheinlich das Schicksal von Afghanistan, Iran oder anderer Staaten teilen. Gott sei dank. Sind wir nicht alle glücklich, dass wir die Rohstoffe importieren dürfen und nicht auf welchen sitzen?
Juni 14th, 2010 at 23:34
Ich lese gerade hier: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/oel-katastrophe-doomsday-hoch-zwei.html
Juni 14th, 2010 at 23:37
Das Perverse ist dass diese Dispersionsmittel und Chemikalien im Wasser das Öl dazu bringen abzusinken. Was will man damit bezwecken? Diese Aktionen führen nicht zu Erfolgen, sondern sheen eher so aus, als will man das ganze Ausmaß verschleiern. So wies eben immer gemacht wird. Was bei den Banken funzt soll auch beim Öl funzen. Wenn da nicht die vielen toten Tiere wären. Solch eine Sauerei…aber es ist ja Fußball-WM. Die Befindlichkeiten vom Miro sind da allemal wichtiger. Wie soll das hier weitergehen?
Juni 14th, 2010 at 23:40
Interessangter Beitrag des Kopp-Verlages, siehe Kommentar #30!
Juni 14th, 2010 at 23:52
wir müssen etwas unternehmen:
http://mywakenews.wordpress.com/2010/06/04/aufruf-zum-boykott-von-bp-und-deren-hintermanner-frauen/
Juni 14th, 2010 at 23:55
1) Das Oel hat den Golfstrom NOCH nicht erreicht
2) Sobald das Oel in die Strömung gerät, braucht es 50-70 Tage, bis wir hier Oelsardinen direkt aus dem Meer holen können.
3) Unser “Glück” ist, das es sich fast ausschließlich um Leichtoel und nicht um Schweroel handelt.
Leichtoel hat eine Dichte und Oberflächenspannung (vereinfachte Aussage) die näher an der von Salzwasser liegt als Schweroel. Dadurch vermischt (nicht auflösen!) es sich ‘leichter’ mit Meerwasser, zerstäubt mehr (Verteilung selbst bis in größere Tiefen).
4) Wäre es Schweröl, dann würden uns (mindestens) ein kalter und sehr trockener Sommer erwarten.
Selbst wenn “nur” 10-20% des Golfstroms mit Schweroel bedeckt wären, würde die Verdunstung (Wolkenbildung) und damit auch die Erwärmung der Luft rapiede abnehmen.
Da es sich aber fast ausschließli9ch um Leichtöl handelt – und es darüber kaum Literatur (Untersuchungen) über das großflächige Desasterverhalten gibt, ist eine Prognose schwer – solte aber unter der von Schweroel liegen.
5) Sollten die USA die nukleare Option ziehen, dann ist es das Zeichen ihrer letzten Möglichkeit – mit Erfolgsaussichten nicht größer als die bisherigen Versuche.
Theoretisch möglich – wenn man die genaue Geologie der ganzen Umgebung kennt, genau die richtige Stelle (Tiefe) trifft, und die richtige Stärke.
Trifft nur eins nicht zu, ist eine Vervielfachung des Desasters wahrscheinlich.
6) Was in dem Artikel nicht zu Wort kam ist die Möglichkeit des Vorsatzes (auch wenn es aus dem Ruder gelaufen scheint).
Es gibt einfach – mal wieder – zu viele Zufälle im Vorfeld dieses “Unglücks”.
Und die Erfahrung aus der Vergangenheit hat gelehrt, das sich ‘Verschwörungstheorien’, die auf Unstimmigkeiten der Fakten oder Merkwürdigkeiten hinwiesen, sich hinterher als Wahr raus stellten.
Überprüft werden sollte es aber allemal.
Juni 14th, 2010 at 23:55
Ich tank da schon seit APRIL nix mehr. Nur noch freie Tankstellen. Deren Betreiber brauchens eh nötiger.
Scheiss Konzerne.
Juni 15th, 2010 at 00:06
Hier ein Rechenbeispiel zu den 1.000.000 Barrel/Tag = 154.000.000 Liter/Tag:
Das Bohrloch hat angeblich 50cm Durchnesser = 5dm
Querschnitt = 2,5² x 3,14 = 19,63dm²
Angenommene Fließgeschwinigkeit = 1m/sec = 10dm/sec
Austretendes Volumen somit: 19,63dm² x 10dm/sec = 196,35dm³/sec = 196,35 Liter/sec x 3600 = 706.858,35 Liter/Stunde x 24 = 16.964.600,33 Liter/Tag bei 1m/sec Fließgeschwindigkeit
154.000.000/16.964.600,33 = 9,08m/sec = ca. 33km/h
Meiner Meinung nach keine unrealistische Fließgeschwindigeit angesichts der Bilder vom Meeresboden. Und wenn das Bohrloch wirklich
gebrochen ist, ist der tatsächliche Querschnitt noch viel größer. Ich gehe somit davon aus, das selbst diese Zahl noch zu niedrig ist.
Auf ein hoffentlich baldiges Ende unserer Planetenzerstörer-Elite, Fisch
Juni 15th, 2010 at 00:08
auch sehr interessant:
http://www.opednews.com/articles/B-P-Halliburton-and-Trans-by-Chris-Landau-100611-452.html
http://www.infowars.com/oil-disaster-will-be-end-of-life-as-we-know-it/
http://www.infowars.com/may-levels-of-toxic-gases-in-gulf-back-up-claim-made-by-lindsey-williams/
Vor allem die Ausgasungen verdienen einen kurzen Blick, als wäre die Vorstellung von einem einzigen, riesengrossen, öl,-und gasspuckenden Loch nicht gruselig genug.
Juni 15th, 2010 at 01:02
@samy says: ” … Wenn die Russen das Leck schliessen könnten, dann hätten sie sich schon angeboten. Die hätten dann bei den Amis ein für alle mal nen “dicken Fels” im Brett …”
Sie haben sich schon angeboten. Es gibt heute ein Interview in der russischen Zeitschrift “Ogoniok” (Beilage zum “Kommersant”), in dem ein russischer Experte, der sich z.Zt. an der Spitze einer russischen Beraterdelegation in den USA befindet, zu Wort kommt.
Er ist erstens der Ansicht, dass das Schließen des Bohrlochs gar kein technisches Problem ist, sondern dass BP es nicht schließen WILL, weil der Konzern befürchtet, dass die wertvolle Bohrung dadurch “kaputt geht”. Sie hoffen, das BOHRLOCH zu retten und NICHT den Golf von Mexiko.
Zweitens betont der Interviewgeber, dass sie zwar von amerikanischen Politikern gehört und beachtet werden, aber NICHT von BP.
Drittens steht von russischer Seite der Einsatz von Atombomben “natürlich NICHT” (“njet, konjetschno”) zur Debatte. Die Arbeit im Golf lässt sich nach Ansicht der Russen leicht mit konventionellen Mitteln erledigen.
Ich habe bisher noch keine Zeit gehabt, das ziemlich lange Interview zu übersetzen. Schade.
Juni 15th, 2010 at 03:35
BP hat bereits vor einer Woche Russland um Hilfe wegen dem Unfall gebeten!
http://de.rian.ru/society/20100607/126596288.html
Das Grundübel ist die Gier bei den Konzernen im Großen und die
Geiz ist geil Mentalität bei den Kleinen Menschen.
Geschichte wiederholt sich.
Früher war es Sodom und Gomorrha,
heute ist es die westliche Welt.
Juni 15th, 2010 at 09:12
Wenn ich mich recht erinnere produziert das Meer Sauerstoff.
Was soll das Meer noch produzieren wenn es Öel verseucht ist?
Man kann wohl auch noch davon ausgehen das fast alles Leben im Meer stirbt.
Diese miesen Eliten bringen uns auf diesem Wege alle um.
Juni 15th, 2010 at 09:59
@Simon: Ob frei oder BP/Aral, es ist das gleiche Bezin! Hats du in letzter Zeit einen Shell, BP/Aral LKW gesehen, der eine Tankstelle beliefert hat? Es ist schon etwas naiv zu glauben, es handele sich um eine andere Sorte/Quelle des Benzins/Öls. Das ist wie mit Zucker und Mehl. Der selbe Stoff in einer anderen Tüte.
@Fisch: Folge dem Link in meinem Kommentar #30! Es gibt kein Bohrloch. Das Bohrloch ist inzwischen so zerfranst, dass in einer Entfernung von 11 km das Öl aus dem Boden sickert!
@Geneigter Leser: Wie kommst du auf Leichtöl? Leichtöl ist eigentlich raffiniertes Öl – nach meinem Verständnis. Nach Aussage von M. E. #25 würde es keinen nennenswerten Einfluss auf Klima/Wetter/Jahrezeiten haben.
@Krasnaja Schapotschka: Es gibt kein Bohrloch. Das Gestein scheint gebrochen zu sein. Es ist ein Krater aus dem das Öl kommt! Folge dem Link unter Kommentar #30.
Juni 15th, 2010 at 10:07
Hallo Hubert,
immer die Relationen beachten. Wirklich betroffen ist weniger als 1 Prozent der Weltmeere. Trotzdem ist es für die Region eine Katastrophe, deren Ende dort noch nicht abzusehen ist und die weitere Verheerungen mit sich bringt.
Das Problem für die dortige Unterwasserflora und vor allem die Fauna ist die Tatsache, dass die Mikroorganismen, die das Öl allmählich (!) aufzehren, große Mengen an Sauerstoff verbrauchen und den Sauerstoffgehalt im Wasser reduzieren. Das geht zu Lasten der sonstigen Meerestiere. Außerdemsinkt ein Teil des Öls nach einer gewissen Zeit auf den Meeresgrund und kann die dortige Flora ersticken.
Am gravierendsten sind natürlich die Verschmutzungen an der Küste – weniger an den Stränden, denn dort ist das Öl noch am leichtesten zu entfernen – sondern vor allem in den Marschen, den Schilfgürteln und den Mangroven. Dort versagt jegliche Reinigungsanstrengung.
Ein Hurrikan, der das ölverseuchte Wasser durch Tiedenhub und Wellengang weit ins Land drücken würde, wäre der absolute worst case, weil sich die verölte Fläche vervielfachen würde und natürlich auch alle Barrieren völlig unwirksam machen würde.
Und im Gegensatz zur Exxon Valdez, wo das Öl an der Oberfläche austrat, ist hier die gesamte Wassersäule bis in 1 Meile Tiefe betroffen. Das “verdünnt” das Öl zwar, aber die Fische nehmen das meist dipergierte Öl quasi wie Nahrung in sich auf und werden vergiftet.
Der einzige positive Unterschied zur Exxon-Valdez-Katastrophe besteht darin, dass im wärmeren Wasser des Golfes die ölaufzehrenden Mikroorganismen wesentlich effektiver arbeiten. Aber bei den Mengen die ständig austreten, ist das nur ein schwacher Trost. Und an den verseuchten Landabschnitten gibt es diese Mikroorganismen kaum, so dass die dortigen Ölverschmutzungen noch in etlichen Jahrzehnten vorzufinden sein werden.
Juni 15th, 2010 at 11:37
Hallo M.E.,
es wird Dir nicht entgangen sein, dass ich mich früher berufsbedingt mit der Unterwasserwelt ausführlich beschäftigt habe. Deshalb möchte ich Deine oben stehenden Ausführungen ohne jegliche Besserwisserei ergänzen. Ich habe dazu den nachfolgenden Link rausgesucht, weil er mMn die Auswirkungen des Öls auf die Flora und Fauna in Kurzform sehr gut beschreibt.
Hier der Link: So schädigt Öl die Umwelt
Gruss,
Pessimist
Juni 15th, 2010 at 12:34
Öl ist ein Naturprodukt! Bisher konnte mir keiner erklären wie Naturprodukte die Natur zerstören kann. Die Natur hat sich auch nach dem ExxonValdez-Unglück vor Alaska schnell erholt.
Der Einzige, der unter dieser “Ölpest” leidet ist der Mensch! Aufgrund von MONETÄREN Belastungen…
Und schwupps sind wir wieder bei geld und bei der vervierfachung der Benzinssteuer in den USA!
Und beim Kern der eigentlichen Sache…
Juni 15th, 2010 at 12:43
@blabla: Dummes Geschwätz! Deine Exkremente sind auch ein Naturprodukt. Salzsäure ist auch ein Naturprodukt. Wenn du eine gewisse Menge davon in die Natur ausbringst, dann wird die Natur sich sicherlich erholen, doch das braucht Zeit. Wenn du zufällig in diesen Mengen baden solltest, dann wird das sichrelich dein letztes Bad sein.
Juni 15th, 2010 at 12:47
Danke Pessimist. Es ist schön, mit Leuten zu diskutieren, die Ahnung von der Materie haben. Ich selbst bin da auch nur ein halbwegs informierter Laie, der aus solchen Artikeln noch genauere Detailinformationen bekommt.
Für die Brutgebiete an der US-Golfküste, wohl mit die wertvollsten auf dem amerikanischen Kontinent, ist der Schaden nicht in Dollar zu bemessen. Für lange Zeit.
Auch das ist eine Art Völkermord, eben an Völkern von Vögeln um Meerestieren. Das gilt vielen als Lappalie, wenn nur der Profit stimmt.
Juni 15th, 2010 at 13:05
@ M.E.
“Auch das ist eine Art Völkermord, eben an Völkern von Vögeln um Meerestieren. Das gilt vielen als Lappalie”
Sehr richtig! Nun, warum sollte es die Menschen auch stören, solange sie selbst nicht verrecken? Sie sind doch die Krone der Schöpfung…
Juni 15th, 2010 at 13:09
Wenn man die Bilder ver gequälten Kreaturen dort sient, dann wei� Jeder, der ein Herz im Leibe hat eines ganz genau: Die Natur sollte mit ihrer eignen Gewalt dafür sorgen, da� der gesamte Golf von Mexico für Menschen uninteressant oder sogar unbewohnbar und so ein Refugium für die geschunden Kreaturen dieser Welt geschaffen wird.
Und in diesem Fall meine ich Gewalt der Natur wörtlich, wenn sie endlich zurück schlägt…
Juni 15th, 2010 at 13:11
Sacht mal Freunde, habe beim letzten Beitrag bei “Mexico” eine Blockade meines Postings gehabe und dann diesen komischen Daten-Müll erhalten.
Habt Ihr einen Wort-Filter, der nach US-Standards blockiert und dann anschlieÃ�end uns weiterverkauft an die US-Kriminellen…???
Juni 15th, 2010 at 22:01
Jetzt mal etwas aus der Kategorie “ohne Worte”.
“Blitz setzt Ölpumpschiff von BP in Brand”
Zu finden unter: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:murphy-s-law-blitz-setzt-oelpumpschiff-von-bp-in-brand/50128541.html
VG
Juni 16th, 2010 at 08:41
2012…?
Juni 16th, 2010 at 10:12
@blabla Zitat”Öl ist ein Naturprodukt! Bisher konnte mir keiner erklären wie Naturprodukte die Natur zerstören kann.”
Irgendwie ist alles ein Naturprodukt. Aber nimm doch mal Quecksilber oder Blei sind doch auch Naturprodukte und dann schau mal.
Juni 16th, 2010 at 19:03
Kann mal bitte jemand den Blödsinn mit den 1.000.000 Barrel pro Tag richtigstellen?
In den USA werden die ausgetretenen Mengen grundsätzlich in GALLON gemessen, nicht in Barrel. Und wenn man die Einheiten nicht auseinanderbekommt, dann sollte man das vielleicht vorher überprüfen, bevor man das postet…
Juni 16th, 2010 at 19:05
Und an den fleissigen Rechner mit 9m/sec Fließgeschwindigkeit: es handelt sich um eine teerähnliche Masse, die gleich nach dem Austritt gefriert/verklumpt. Man kann das nicht mit dem vergleichen, was aus der Zapfsäule läuft!
Juni 16th, 2010 at 20:39
@Besser: Wer sagt, dass das �l sofort verklumpt? Wie sieht es denn mit dem Einfluss des Ceroxit aus? Es gibt Leute, die behaupten, es handele sich um Leichtöl. Selbst aber bei Schweröl, würde ich nicht davon ausgehen, dass es am Boden liegen bleibt. Die leichten Bestandteile des �ls würden sich wohl lösen. Der Golfstrom dürfte eine Temperatur von 25 Grad Celsius haben. Ich würde jedoch eher von einer Flie�geschwindigkeit vom 1.8 m/s ausgehen (Quelle: Wiki).
Wenn das Zeug am Boden bleiben würde, dann würde sich BP keine Sorgen machen, würde man an der Oberfläche nichts sehen. Die Bilder bestätigen jedoch, dass ein Teil des �ls wohl auf dem Wasser schwimmt. Also wird auch unter Wasser ein Teil des �ls mit dem Golfstrom transportiert werden. Selbst wenn das �l nicht schnell vorwärts kommen sollte wie das Wasser. Das Ceroxit wird wohl eine mit dem Wasser transportiert werden. Das sehe ich auch als eine grö�ere Gefahr, ist es doch auch 4-fach toxischer als das �l!! Stellt sich nur die Frage, ob das Ceroxit verdampft und später als Regen über bewohntem Gebiet herunter kommt.
Um gleich Missverständnisse vorzubeugen, ich bin nicht der kühle Rechner mit 9 m/s!
Juni 16th, 2010 at 21:51
@Wirtschaftfacts
Hier mal ein Link, auf dem dieser Matt Simmons, den ja einige hier für seriös halten, zitiert wird.
http://www.ritholtz.com/blog/2010/06/time-to-nuke-the-leak-%E2%80%93-part-2/
Anscheinend hat er bei Bloomberg ein Interview gegeben, in dem er von ca. 120 000 barrels per day spricht (@Besser: guck nach! Bpd steht für Barrels per day, ist nix mit Liter, oder?)
Das wären immerhin ca 19 000T, also der Schaden von einer Exxon Valdez Havarien alle 2 Tage.
Weiterhin scheint er eine Lösung per “nuke” nicht (!) auszuschliessen.
Fehlt jetzt nur ein das Video bzw. Interview auf Bloomberg, damit ich das 100% glaube.
VG
Juni 16th, 2010 at 22:01
Ich bin jetzt überzeugt, er hat es gesagt.
Siehe unter folgendem Link:
http://www.youtube.com/watch?v=cpvFi8WPOMg
Ein interssantes Interview vom 28.05.2010 bei Bloomberg.
VG
Juni 17th, 2010 at 22:30
[...] Gallonen Öl am Tag ausspucke [die Schätzungen schwanken stark – siehe dazu auch nochmals die Ausführungen von Paul Noel]. Angeblich bereite sich die US-Regierung hinter den Kulissen jedoch bereits auf eine Evakuierung [...]
Juni 17th, 2010 at 23:23
[...] Gallonen Öl am Tag ausspucke [die Schätzungen schwanken stark – siehe dazu auch nochmals die Ausführungen von Paul Noel]. Angeblich bereite sich die US-Regierung hinter den Kulissen jedoch bereits auf eine Evakuierung [...]
Juni 18th, 2010 at 02:39
[...] Gallonen Öl am Tag ausspucke [die Schätzungen schwanken stark – siehe dazu auch nochmals die Ausführungen von Paul Noel]. Angeblich bereite sich die US-Regierung hinter den Kulissen jedoch bereits auf eine Evakuierung [...]
Juni 20th, 2010 at 12:36
[...] Leser werden sich erinnern an die Zusammenfassung meines Telefonats mit Paul Noel aus der letzten Woche, in dem er erklärte, dass bis zu 1 Million Barrel Öl pro Tag aus dem lecken [...]