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    US-Hypotheken: Anstieg Säumigkeit verlangsamt, aber weiter auf Rekordhoch

    By Roman | März 15, 2010

    Die Geschwindigkeit des Anstiegs der Säumnisrate unter den vergebenen US-Hypothekenkrediten hat sich in den letzten Monaten etwas verlangsamt, verharrt jedoch weiterhin auf einem Rekordhoch. Die auf äußerst wackligen Beinen befindliche Erholung an den US-Häusermärkten wird dadurch weiterhin akut bedroht, wie der Immobiliendienstleister Lender Processing Service (LPS) mitteilte. Dazu steige die Anzahl der Bestände von Immobilien aus Zwangsversteigerungen insbesondere in den klassischen Blasenstaaten weiter an und laste auf den entsprechenden lokalen Häusermärkten wie ein Pfund Blei.

    Die Gesamtrate der Zahlungssäumigkeit im US-Hypothekenbereich lag im Januar 2010 bei 10,25% – ein Anstieg von2% gegenüber dem Monat Dezember 2009 und eine Zunahme von 22,1% im Vergleich mit dem Monat Januar 2009. Die momentane Zahlungssäumigkeit unter den umlaufenden Krediten falle weiterhin mit einer “signifikanten Rate” aus, obwohl sich der Trend im letzten Quartal ein wenig abschwächte. Die kumulierten monatlichen Zählungen unter allen umlaufenden Krediten, die sich mit mindestens 60 Tagen im Zahlungsverzug befinden, zeigen folgendes Bild:

    Quelle: LPS / zum Vergrößern bitte zweimal anklicken

    Über 2,5 Millionen bis zum 01. Januar2009 umlaufende Kredite waren 60 Tage oder mehr zahlungssäumig und befanden sich zum 31. Januar 2010 im Prozess einer Zwangsversteigerung. Laut LPS befanden sich insgesamt 7,5 Millionen Kredite im Stadium einer Zahlungssäumigkeit oder dem Prozess einer Zwangsversteigerung, während sich über 1 Million Objekte im Wiederbesitz der Banken oder Verkaufsprozess im Rahmen einer Zwangsversteigerung befinden.


    Quelle: LPS / zum Vergrößern bitte zweimal anklicken

    Wie aus dem LPS-Bericht weiter hervorgeht, übertreffe die Anzahl an zahlungssäumigen Krediten seit Januar 2009 die Anzahl an bislang umgesetzten 2 Millionen Hypothekenmodifizierungen aus dem staatlichen HAMP-Programm dennoch um 25%. LPS wies darauf hin, dass mehr als 31% aller Kredite, die in den vergangenen sechs Monaten zahlungssäumig waren, jetzt in den Prozess einer Zwangsversteigerung übergehen. 22,8% der Kredite, die mindestens mit 12 Monaten im Zahlungsrückstand waren, sind bereits in den Zwangsversteigerungsstatus gerutscht, ansteigend von 9% im Jahr 2008.


    Quelle: LPS / zum Vergrößern bitte zweimal anklicken

    Die Gesamtzahl der nationalen Problemkredite hält allerdings an zuzulegen. Diese Problematik wird abgerundet durch ältere Jahrgänge von Hypothekenkrediten, die erneut zahlungsausfällig werden, nachdem sie bereits ein Mal modifiziert wurden. Im Januar 2010 wurden insgesamt 346.000 Hypothekennehmer zum ersten Mal zahlungssäumig – 40% aller neuen zahlungssäumigen Kredite in diesem Monat.


    Quelle: LPS / zum Vergrößern bitte zweimal anklicken

    Acht Bundesstaaten weisen Bestandsraten aus Zwangsversteigerung auf, die höher liegen als der nationale Durchschnitt in Höhe von 3,27%. Florida weist eine Bestandsrate von 11,1% aus Zwangsversteigerungen auf, während Nevada mit der zweithöchsten Rate von 7,2% folgt. New Jersey, Arizona, Kalifornien, Illinois, Indiana und Ohio weisen ebenfalls Bestände aus Zwangsversteigerungen auf, die oberhalb der Marke von 3,27% liegen.

    Der komplette Bericht von LPS kann hier aufgerufen werden.

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