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    Syrtaki-Time: Tanzt Deutschland nicht mit?

    By Roman | März 13, 2010

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute berichtet, hat die deutsche Bundesregierung auf den gestern in der britischen Zeitung Guardian erschienenen Artikel über eine Teilnahme an einem Multimilliarden Euro Bailout für Griechenland reagiert, um die Angaben zu dementieren. Der Sprecher der Europäischen Kommission teilte mit, dass die technischen Arbeiten in Bezug auf eine Griechenland-Hilfe nicht abgeschlossen seien und das Land versprochen habe, seine Probleme selbst zu lösen. Ist das glaubhaft? Oder gibt es ein Leck auf hoher Ebene?

    Es heißt heute bei Reuters in wichtigen Auszügen:

    Die Zeitung [der Guardian] zitierte einen hochrangigen Offiziellen der Europäischen Kommission, der sagte, dass die 16 Mitglieder der Eurozone sich auf “koordinierte bilaterale Beiträge” in Form von direkten Krediten und Kreditgarantien geeinigt hätten, falls Athen nicht dazu in der Lage sein sollte, seine ausstehenden Schulden zu refinanzieren und sich an die EU um Hilfe ersuchend wenden sollte.

    Danach gefragt, ob eine Vereinbarung erreicht worden sei zu einer finanziellen Unterstützung für Griechenland, erklärte Jonathan Todd, Sprecher der Europäischen Kommission, folgendes: „Die Kommission ist bereit, um – falls notwendig – zu handeln. Die technischen Arbeiten halten an, sind zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht abgeschlossen. Der Rest ist Spekulation.“

    Ein deutscher Ministeriumssprecher sagte, dass er nicht glaube, dass der Zeitungsartikel [im Guardian] korrekt ist. „Wir sind uns nicht sicher, ob diese Dinge sich tatsächlich in Planung befinden”, sagte er und fügte an, dass Griechenland nicht um finanzielle Hilfe ersucht habe. „Griechenland implementiert gerade sein Sparprogramm und wir erwarten, dass das Land seine Probleme allein beheben wird.

    Anm.: Gibt es ein Leck auf hochrangiger EU-Ebene? Und hören sich derartige Dementis überhaupt glaubhaft an? Wenn ein Ministeriumssprecher aussagt, er “sei sich nicht sicher….weil er glaube….dass nicht….Was will denn die Bundesregierung dann überhaupt wissen? Wir empfehlen dringend nochmals das Lesen der getroffenen Aussagen in den folgenden Interviews. Deutlich wird, dass Griechenland nicht dazu in der Lage sein wird, seine Probleme allein zu lösen. Das dürfte Fakt sein:

    Topics: Europa | 7 Comments »

    7 Responses to “Syrtaki-Time: Tanzt Deutschland nicht mit?”

    1. Der Andere Says:
      März 13th, 2010 at 14:05

      Nicht auszuschließen, dass die Regierung und deren Sprecher nichts mehr wissen.

      Möglicherweise sind wir so weit, dass man sie nicht mehr braucht, oder dieses zumindest glaubt.

      Und mal ehrlich:

      Welchen Sinn macht es schon, der Marionette die Absichten des Puppenspielers auseinanderzusetzen…?

    2. Gee Says:
      März 13th, 2010 at 14:14

      Interessant, wie griechische Politiker (FDP) in Deutschland Politik machen. Da wundert man sich dann, dass die Griechen immer Geld bekommen. Die haben hier die Entscheider im Bundestag sitzen. Einfach ein Unding und niemand regt sich darüber auf. Es ist alles selbstverständlich.
      Na was soll’s, auf einen Lobbyisten mehr oder weniger kommt es auch nicht an. Vielleicht sollten wir auch deutsche Politiker nach Griechenland schicken. Ja, ich weiß. Jetzt kommt wieder der Einwand, dass die dort wieder griechische Politik machen würden – Politik gegen deutsche Interessen.

    3. Razor Says:
      März 13th, 2010 at 14:18

      Wartet mal ab. Das sind doch die üblichen Dinge,
      die in so einem Fall immer passieren. Erst
      wird dementiert und durch die Hintertür wird das Dinge dann eingeführt udn in trockene Tücher gebracht. Wer glaubt denen noch irgend etwas? Das sind alles Sozialisten, die auch morgen auf Kommunismus umschalten werden wenn nötig, um selbst an der Macht zu bleiben. Geht um nichts anders. Es stinkt EU-weit zum Himmel. In Deutschland besonders!

    4. Herero Says:
      März 13th, 2010 at 15:25

      Die Deutschen sollten auch mal streiken, richtig saftig. Die Griechen und Franzosen gehen nicht so zimperlich mit ihren Regierungen um. Ich finde, es reicht dicke. Schade, dass sich alle nur noch in Internetforen ausheulen, aber niemand mehr auf die Straße geht.

    5. Gee Says:
      März 13th, 2010 at 15:43

      @Herero: VOn Streiken und Demos halte ich nicht viel. Zeigt es doch, dass ein Streik dem Volk mehr schadet als nützt. Eine Demo zeigt, dass das Volk als Bittsteller an die Regierung geht. Hallo, Merkel und Co sind unsere Angestellten. Sie sollten sich darum kümmern, was wir denken.
      Lösung für beide Probleme:
      Ignorranz straft mehr als alles andere. Stelle dir vor, du hättest die Idee von Autarkie nach Andreas Clauss vollständig umgesetzt und mit dir einige Millionen mehr. Was würde passieren? Die Regierung hätte keine Steuern mehr. Sie könnte die Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, was auch immer anheben. Es würde dich nich kümmern. Sie könnten Bailouts, Garantien geben, oder einfach nur Euros verbrennen. Das alles würde dich soviel kümmern, wie wenn ein Sach mit Reis in China umfällt. Nichts. Null! Was wäre dann Merkel und Co? Alles, nur keine Regierung. Eine Regierung braucht ein Volk. Wenn das Volk unabhängig von der Regierung ist, dann ist es keine Regierung mehr.
      Streik und Demos sind reine Kraftverschwendung. Bevor du das machst, gehe doch zu deinem Nachbarn und frage ihn, ob du etwas für ihn tun kannst. Das bringt dir und deinem Nachbarn mehr.

    6. Till Says:
      März 13th, 2010 at 16:02

      Was hat dieser Bailout eigentlich mit Sozialismus zu tun?

      Das ist rassereiner Kapitalismus, das Geld durch Lobbyarbeit dort holen wo man es herkriegt (egal woher) und den eigenen Clientel zukommen lassen, nämlich den Großbanken. Diese halten schließlich den Großteil der gut verzinsten Griechenlandbonds. Und diese sind akut gefährdet, was nicht sein darf.

      Eine Win-Win-Situation:
      Die Griechen (und ander PIGS) können weiterhin “das Wachstum fördern” durch subentionierten Konsum, und die Großbanken / Industrie bekommt die Gewinne. Die einen über den Konsum, die anderen über die Bonds.

      Keiner muß irgendwo Löhne erhöhen, alle (?) sind glücklich das das Schuldenkarusell noch weiter drehen kann und das Geld dorthin schaufelt, wo es hingehört, nämlich vom Steuerzahler nach oben.

      Ich sehe da keinen Sozialismus, eher Clientelwirtschaft oder Schmierokratie (wie war das mit der Hotel-Steuerbefreiung?).

    7. Der Andere Says:
      März 13th, 2010 at 17:41

      @ Gee:

      Das Problem dabei ist halt, dass sie Autarkie nicht zulassen werden. Siehe z.B. Codex Alimentarius.

      Das was du zur Eigenversorgung produzierst, wird zu Gift deklariert. Wer hier also mitmacht, wird zum Giftmischer und muss zum offiziellen Wohle der Massen eliminiert werden.

      Tatsächlich ist die Welt heute faktisch noch eine Scheibe, die Hexen sind lediglich durch Terroristen ersetzt worden.

      Dennoch hast du recht. Die einzig mögliche Gegenmaßnahme ist die Neuorganisation von ganz unten heraus. Das fängt beim Nachbarn an.

      Viel Glück uns allen.

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