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    Fed frisst Japan-Verluste aus AIG-Spartenverkauf

    By Roman | März 11, 2010

    Die Federal Reserve Bank of New York und American International Group (AIG) kamen zu einer Übereinkunft, zusammen Verluste in Höhe von $450 Millionen zu stemmen, die mit schief gegangenen Wetten des Versicherers im Bereich des japanischen Immobilienmarkts zusammen hängen. Diese Vereinbarung ist Teil eines Spartenverkaufs an den Konkurrenten MetLife Inc. Brisant ist, dass AIG einen Teil der erhaltenen Übernahmesumme in Form von MetLife-Aktien dazu verwenden wird, um weitere Verluste aus diesen Engagements zu decken, wodurch für die Rückzahlung der Steuerzahler weniger übrig bleibt.

    Der Versicherer MetLife kam zu einer Übereinkunft, die Verluste aus $1 Milliarde im Sektor von gewerblichen Immobilienkrediten im Rahmen der Übernahme dieser AIG-Sparte im Wert von $15,5 Milliarden zu splitten, wie aus einer Pflichtmitteilung von MetLife hervorgeht. Ein unternehmerisches Vehikel, das sich im Besitz der Fed und des in New York ansässigen Versicherers AIG befindet, wird die im Zuge der Übernahme angebotenen Aktien von MetLife dazu nutzen, um damit zukünftige Immobilienverluste abzudecken, was allerdings wiederum zu einer Reduzierung der Vermögenswerte führt, die übrig bleiben, um die amerikanischen Steuerzahler auszubezahlen, wie zwei Personen mitteilten, die Kenntnis über die Vereinbarung haben, wie businessweek.com [hier in Auszügen] berichtet. AIGs gehaltene Positionen in japanischen Hypothekenbonds wurden von MetLife als “weitere Not leidende Vermögenswerte” klassifiziert. MetLife wird ebenfalls für Verluste aus einer der in Großbritannien agierenden Geschäftssparten entschädigt, die sie mit dem Kauf der Sparte American Life Insurance Co. übernimmt. AIG erklärte am 08. März, dass das Unternehmen Alico abstoßen wolle. Diese Sparte operiert in mehr als 50 Ländern inklusive Japan, um dadurch die Mittel zu erhalten, Bailoutschulden in Höhe von $60 Milliarden zurück zu bezahlen, die aus einer direkten Kreditlinie der Fed resultieren. Die New York Fed stimmte einem über fünf Jahre laufenden Geschäftsabschluss zu, in dessen Zuge man sich die entstehenden Verluste teilen wird, weil sie davon ausgehe, ihr Investment in die Alico-Gesellschaft in einem Umfang von $9 Milliarden zurück bezahlt zu bekommen, wie eine Person ausführte, die mit der Entscheidung vertraut ist, es allerdings ablehnte, namentlich genannt zu werden, da einige der Geschäftstransaktionen geheim seien. AIG wird $6,8 Milliarden in bar aus dem Alico-Verkauf nutzen, um den Anteil der Fed auszulösen, um danach den verbleibenden Anteil von $2,2 Milliarden durch einen Verkauf der nach Geschäftsabschluss erhaltenen MetLife Aktienanteile innerhalb der kommenden 18 Monate zu amortisieren, so die Person. MetLife wird die ersten $100 Millionen an Verlusten aus dem Japan-Portfolio absorbieren, die das Unternehmen mit dem Kauf von Alico erwirbt. Die Mieten im Sektor der mit Klasse A klassifizierten Gewerbeimmobilien fielen in Tokio um 31 Prozent im Jahr 2009, wie die Immobilienmaklerfirma CB Richard Ellis Group mitteilte. „Aus diesen gehaltenen Positionen resultieren weitere Not leidende Vermögenswerte für AIG“, sagte der Finanzvorstand von MetLife CFO, William Wheeler, am 08. März im Rahmen einer Telefonkonferenz über die japanischen Hypothekenprodukte. „Wir und die für Alico gegründete Sondergesellschaft werden uns die anfallenden Verluste teilen, die höher als die ersten $100 Millionen liegen“, so Wheeler. „Offensichtlich scheinen sie nicht komplett wertlos zu verfallen.”

    Deborah Kilroe, Sprecherin der New York Fed und Christina Pretto, Sprecherin von AIG, wollten keinen Kommentar abgeben. Christopher Breslin von der in New York ansässigen MetLife Group konnte keinen sofortigen Kommentar abgeben. AIGs $182,3 Milliarden schwerer Bailout durch die Regierung, der im September 2008 begann und sich danach in drei Phasen abspielte, beinhaltet die Zusage für einen Kauf von separaten Hypothekenprodukten in Höhe von $52,5 Milliarden, welche AIG für Banken garantierte. „Was weiß die Fed denn über japanische Hypothekenprodukte?”, so William Black, Ökonomie- und Rechtsprofessor an der University of Missouri-Kansas, und ehemaliger US-Bankenregulierer. „Gewerbliche Immobilienhypotheken sind notorisch hochriskant und waren einer der Gründe für die Doppelblase in Japan, die andere war diejenige am Aktienmarkt.”Alico hält $81 Milliarden an Vermögenswerten in der Bilanz des Unternehmens, wie MetLife in einer Präsentation ausführte. Diese Summe inkludiert $40 Milliarden an gehaltenen Unternehmensbonds, davon allein $23 Milliarden in Verbindung stehend mit Finanzinstituten. Die Einheit ist ebenfalls in Besitz von über $24 Milliarden an Regierungsanleihen, inklusive $1,3 Milliarden an ausstehenden Schulden Griechenlands. Im Falle der griechischen Bonds gibt es keine Übereinkunft zu einer Verlustteilung, so MetLife. MetLife, größter US-Lebensversicherer, wird ebenso vor Verlusten geschützt, die mit Alicos UK-Geschäft in Verbindung stehen. AIG stoppte den Abzug von Kapital im Jahr 2008, nachdem die Kunden in nur drei Tagen mehr Geld abhoben, als dies normalerweise in drei Monaten geschah. Vermögenswerte, die diesen Investitionen unterliegen, wurden in einen garantierten Recovery Fund transferiert, der den Kunden eine spezifizierte Summe bis 2012 garantiert und durch MetLife verwaltet wird, wie die Firma ausführte.

    Anm.: Alles im Geheimen. Alles ohne Befragung oder Zustimmung der Bevölkerung. Alles nicht demokratisch! Aber so sind die Herren nun einmal. Mehr zur Vorgeschichte unter: “AIG-Dokumente: Wahrheit kommt scheibchenweise ans Licht!”

    Topics: Regierung und Banken | No Comments »

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