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    Fed könnte in Insolvenz rutschen

    By Roman | März 9, 2010

    Gestern gab Brian Sack, Vizepräsident der Federal Reserve Bank of New York, im Rahmen einer Rede seinen Ausblick auf die bald umzusetzende Ausstiegsstrategie aus den Liquiditätsprogrammen der Zentralbank. Während das Bilanzbuch graduell und langsam schrumpfen soll und er deutlich machte, dass die Fed zurückkehren möchte zu einem Portfolio, das einzig aus Schatzanleihen besteht, stellt sich die berechtigte Frage, ob die Fed nicht selbst bankrott gehen könnte allein über ihre momentan gehaltenen Positionen in MBS-Papieren.

    Brian Sack, Vizepräsident der Federal Reserve Bank of New York hielt gestern eine Rede zum Abzug der Überschussreserven und der Schrumpfung des Bilanzbuchs der Fed mit dem Titel: “Vorbereitungen auf eine langsam einsetzende Ausstiegsstrategie”

    Die Federal Reserve nähert sich ihrer planmäßigen Beendigung von weitläufig angelegten Ankäufen von Vermögenswerten. Wir haben bis heute $169 Milliarden an ausstehenden Schulden der Hypothekenunternehmen Fannie Mae und Freddie Mac angekauft, womit wir unseren Plan, über $175 Milliarden in diesem Sektor zu investieren, nahezu abgeschlossen haben. Im Hinblick auf den Ankauf von MBS-Papieren verbleiben noch lediglich etwas über $30 Milliarden an zu tätigenden Ankäufen, um unsere Aktivitäten mit einem Zielbereich von insgesamt $1,25 Billionen abzuschließen. Zusätzlich schlossen wir den Ankauf von US-Schatzanleihen mit einem Gesamtvolumen von $300 Milliarden zum Ende des vergangenen Jahres ab. Unter Berücksichtigung all dieser Programme haben wir zum jetzigen Zeitpunkt Vermögenswerte im Volumen von insgesamt $1,69 Billionen angekauft, womit wir unseren Weg zu planmäßigen Ankäufen von Vermögenswerten zu 98 Prozent hinter uns gebracht haben.

    Meine Ansicht ist es, dass die Ankaufprogramme dabei geholfen haben, die langfristigen Zinsen über einen längeren Zeitraum niedrig zu halten, was zu einer Unterstützung der ökonomischen Aktivitäten beigetragen hat. Unter Bezugnahme auf das Auslaufen der einzelnen Programme, hat sich der Vorstand dazu entschlossen, die Geschwindigkeit der Ankäufe von sowohl ausstehenden Schulden der Hypothekenunternehmen als auch MBS-Papieren zu verlangsamen. Wie auch immer, sogar nach einer Verlangsamung unserer Ankäufe von Vermögenswerten verharrten die langfristigen Zinssätze weiterhin auf niedrigem Niveau, und die Zinsdifferenzen zwischen MBS-Papieren und US-Schatzanleihen verharrten in engem Rahmen. Dieses Muster lässt darauf schließen, dass die Bemühungen in Bezug auf die Ankäufe von Vermögenswerten primär im Kontext standen zu den gehaltenen Positionen der Fed anstatt mit dem Kapitalfluss durch ihre Vermögensankäufe. In diesem Falle werden die aus den Ankaufprogrammen resultierenden Auswirkungen auf die Märkte nur langsam abgewickelt und zurückgesetzt, da das Bilanzbuch der Fed über einen längeren Zeitrahmen graduell schrumpfen wird.

    Ben Bernanke, der Vorsitzende der Federal Reserve, hat bereits ausgeführt, dass die gehaltenen Positionen der Zentralbank in ausstehenden Schulden der Hypothekenagenturen wie auch in MBS-Papieren der Erlaubnis unterliegen, zu gegebenem Zeitpunkt aus der Bilanz der Zentralbank auszuscheiden, ohne dass es zu Reinvestitionen kommen wird, da diese Sicherheiten auslaufen oder im Voraus beglichen werden. Der Offenmarktausschuss der Fed könnte ebenfalls die Entscheidung treffen, einige ihrer Positionen in US-Schatzanleihen abzustoßen in der Zukunft.

    Der Offenmarktausschuss würde im Hinblick auf diese Maßnahmen das Bilanzbuch der Fed in einer graduellen und passiven Weis schrumpfen. Dies ist aus meiner Perspektive die wichtigste Aussage für die Märkte. Es sollte dadurch zu einer Limitierung der Portfoliobilanzeffekte resultierend aus einer Umkehr der bisher verfolgten Strategie und einer zukünftig schrittweise erfolgenden Schrumpfung des Bilanzbuchs der Fed kommen, was die Reduktion der gehaltenen Positionen in bestimmten Vermögenswerten für den Moment effektiv in den Hintergrund treten lassen würde. Solange diese Herangehensweise weiter beibehalten wird, würde Spielraum bleiben bei der Anpassung der kurzfristigen Zinssätze als ein aktiv zu nutzendes Strategieinstrument – es wäre dasjenige Instrument, auf dem der Hauptfokus der vor uns liegenden Arbeit läge in Bezug auf den zukünftigen Abzug von Überschussliquidität an den Märkten, falls notwendig.

    Diese Herangehensweise muss in vielerlei zu berücksichtigenden Dimensionen vorsichtig ausgeführt werden. In erster Linie könnte sich die Entscheidung zu einer aggressiveren Bilanzschrumpfung der Fed als störend für das Funktionieren der Märkte erweisen. Zweitens würde eine aggressivere Herangehensweise dem Risiko unterliegen, dass die langfristigen Zinssätze sofort und substanziell ansteigen könnten. Zum jetzigen Zeitpunkt würde sich dieser Aspekt kontraproduktiv im Hinblick auf das Erreichen der gesetzten Ziele des Offenmarktausschusses erweisen. Drittens sind die Effekte auf die ökonomische Entwicklung durch die Veränderungen im Bilanzbuch der Zentralbank nur äußerst schwer zu bemessen und deshalb ein Punkt, der einer hervor zu hebenden Unsicherheit unterliegt, wenn man unsere begrenzte Erfahrung beim Einsatz dieses Instruments berücksichtigt. Und viertens brauchen die geldpolitischen Entscheider dieses Instrument nicht nutzen, um die Überschussliquidität an den Märkten einzuschränken. Sie können die Finanzkonditionen so weit wie notwendig verschärfen, indem sie die kurzfristigen Zinssätze anheben, wodurch jedwede nachwirkenden Portfoliobilanzeffekte ausgeglichen werden können, die sich aus dem weiterhin erhöhten Portfolio der Fed ergeben.

    Sogar unter Berücksichtigung dieser vorsichtigen Strategie und der Abhängigkeit der Amortisation der gehaltenen Vermögenswerte, könnte die Federal Reserve einen bemerkenswerten Rückgang in Bezug auf die Größe ihres Bilanzbuchs im Laufe der Zeit herbeiführen. Von heute bis zum Ende des Jahres 2011 prognostizieren wir, dass mehr als $200 Milliarden an ausstehenden Schulden der Hypothekenagenturen und MBS-Papiere, die gehalten werden durch die Federal Reserve, auslaufen oder ausgezahlt werden, obwohl der tatsächliche Gesamtbetrag abhängen wird von der Entwicklung der langfristigen Zinssätze und dem Verhalten der Hypothekenhalter, wenn es zu den Amortisationen kommt. Somit würden die gehaltenen Vermögenswerte der Fed bedeutungsvoll schrumpfen, falls der Offenmarktauschuss seine derzeitige Strategie beibehält, indem er keine Reinvestitionen in derartige Vermögenswerte mehr vornimmt. Zusätzlich laufen über $140 Milliarden an Sicherheiten in Form von US-Schatzanleihen aus zwischen heute und Ende des Jahres 2011, wodurch dem Offenmarktausschuss sogar ein noch größerer Spielraum eingeräumt wird, um seine gehaltenen Vermögenswerte weiter abzubauen, falls er sich dazu entscheiden sollte, nicht einige dieser momentan gehaltenen und auslaufenden Sicherheiten zu erneuern.

    Während diese passive Strategie der Abhängigkeit von Amortisationen der unterliegenden Positionen zum jetzigen Zeitpunkt annehmbar ist, könnte sie sich über einen längeren Zeitraum als nicht ausreichend erweisen. Ein Problem basiert auf dem Aspekt, dass die bloße Abhängigkeit von Amortisationen immer noch einige MBS-Positionen im Bilanzbuch der Fed zurücklassen würde über die kommenden Dekaden. Wie bereits im Protokoll zum Treffen des Offenmarktausschusses im Januar zuletzt angesprochen, verfolgt der Ausschuss die Intention, über die Zeit zurück zu kehren zu  nur noch aus US-Schatzanleihen bestehenden Portfoliopositionen. Diese Überlegung könnte den Offenmarktausschuss dazu motivieren, seine gehaltenen Schulden der Hypothekenagenturen und die Positionen in MBS-Papieren zu einem Zeitpunkt vollumfänglich zu verkaufen, zu dem eine ökonomische Erholung ausreichende Fortschritte gemacht hat.

    Anm.: So weit, so gut. Während Brian Sack darüber spricht, wie die Fed ihr Bilanzbuch graduell schrumpfen möchte in nächster Zeit, stellt sich nicht nur die berechtigte Frage, welche staatliche Unterstützung die Märkte, die sehr wahrscheinlich nicht auf eigenen Beinen werden stehen können, nach Auslaufen der Nothilfeprogramme überhaupt noch erfahren, sondern insbesondere die Frage danach, was die angekauften Vermögenswerte der Fed – insbesondere in Form von MBS-Papieren – zu deren Auslaufdaten eigentlich noch wert sind?!!!? Zerohedge hat sich mit dieser Frage zuletzt beschäftigt, so dass wir aus einem Teil der Ausführungen gerne zitieren möchten. Anzumerken ist, das sich das Lesen dieses längeren Artikels mehr als lohnt, um sich über die Gefahren und Risiken bewusst zu werden, die nicht nur mit dem Ankaufprogramm von faulen Vermögenswerten durch die Fed in Verbindung stehen, sondern die sich allein ableiten aus der Frage, wie hoch die zu realisierenden Verluste der Fed aus den momentan gehaltenen Vermögenswerten letztendlich tatsächlich ausfallen werden. Ein Rechenbeispiel zeigt, wie schnell die Fed in die Insolvenz rutschen könnte. Es heißt auszugsweise:

    Ist die Fed insolvent?

    Die anhaltenden finanziellen Probleme der beiden Hypothekenagenturen sind kein Geheimnis: es ist öffentlich bekannt, dass Fannie im Dezember eine Säumnisrate von 5,38% aufwies, während  Freddie gerade erst die Schwelle von 4% geknackt hat im Januar; bei beiden steigt die Säumnisrate in jedem Monat rapide an. Die Tatsache, dass die Zinsdifferenz zwischen Hypothekenanleihen und US-Schatzanleihen gerade erst wieder auf ein Rekordtief gefallen ist, ist augenscheinlich ein glänzendes Anzeichen für die endlose Einmischung der Fed in die Hypothekenmärkte, allein aus dem einzigen Grund, die Zinssätze künstlich niedrig zu halten und zu verhindern, dass Banken dazu gezwungen werden, massive Abschreibungen auf ihr gesamtes Kreditbuch vorzunehmen. Diese Dinge sind nur zu gut bekannt. Was jedoch noch immer nicht in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen zu sein scheint,  ist, was die Auswirkungen dieser Säumnisrate auf den größten Halter dieser durch Hypotheken besicherten Anleihen (MBS-Papiere), die Federal Reserve, haben werden. Was ebenfalls in der Öffentlichkeit noch nicht ganz klar geworden zu sein scheint, ist, dass die Fed nun die weltgrößte Bank ist, die Vermögenswerte in einem Gesamtumfang von fast $2,3 Billionen hält. Ein genauer Blick auf die Passivseite ihres Bilanzbuchs enthüllt einige Besorgnis erregende Dinge, insbesondere im Hinblick auf die Kapitalseite der Fed, wozu zum Beispiel Eigenkapitalpuffer gehören, die jüngst bei $53,3 Milliarden lagen (eine vergleichbare Metrik für einfache Banken ist deren Eigenkapitalpuffer – oder auch Tier 1 Kapital genannt. Die Entwicklung des Eigenkapitalpuffers ist in der Tat zu vernachlässigen und könnte durchaus substanziell im negative Bereich liegen, wenn die Fed nicht gerade stehen müsste für die rapide kletternde Säumnisrate im Hinblick auf ihre Größe gehaltene Position an Vermögenswerten: die im Bilanzbuch ersichtlichen $1,027 Billionen an gehaltenen MBS-Papieren. Und während es keine Möglichkeit eines Runs auf die Fed gibt, ist die Realität, dass die Fed nun wahrscheinlich auf Basis einer tatsächlich negativen Kapitalbilanz operiert, was bedeutet, dass die US Federal Reserve zum jetzigen Zeitpunkt notwendigerweise insolvent ist.

    Zuerst erfolgte ein Blick auf die gehaltenen Vermögenswerte der Fed nach Schlüsselsegmenten. Der Chart unten zeigt die jüngst publizierten gehaltenen Positionen an Vermögenswerten der Fed. Von den insgesamt $2,3 Billionen an gehaltenen Vermögenswerten, wird die große Mehrzahl oder $1 Billion in Form von MBS-Papieren gehalten. Dieser Betrag ist jedoch nicht einmal der tatsächlich reale –in Wahrheit hat die Fed bereits $1,22 Billionen in Form von MBS-Papieren angekauft, die sich über die Zeit im Bilanzbuch der Fed niederschlagen werden. In der Praxis bedeutet dies jedoch, dass das Potenzial für Abschreibungen von Vermögenswerten der Fed noch weitaus höher ist und rund 20% erreicht. Der Chart macht ebenfalls darauf aufmerksam, was mit den Positionen in MBS-Papieren geschieht, falls Verluste in Höhe von 5%, 10% und 15% hingenommen werden müssen.


    Fed MBS-Positionen – zum Vergrößern bitte zweimal anklicken

    Wie für jedes andere Bilanzbuch auch gilt: wo es Vermögenswerte gibt, muss es auch finanzielle Verpflichtungen geben. Die finanziellen Verpflichtungen der Fed bestehen aus zwei prinzipiellen Komponenten: Währung in Zirkulation, die bei einem Betrag in Höhe von etwa $900 Milliarden lag über einen längeren Zeitraum und dem weitaus wichtigeren Einzelposten, genannt “Bankkonteneinlagen”, die allgemein ausgewiesen wurden als Reserven bei Federal Reserve Banken (oder Überschussliquidität). Diese Reservebeträge sind von nahezu Null auf nun fast $1,3 Billionen angestiegen innerhalb einiger weniger Monate. Da überdies immer mehr MBS-Ankäufe in der Bilanz verbucht werden, werden die überschüssigen Reservebeträge bald auf mindestens $1,6 Billionen klettern, wenn nicht sogar mehr, falls eine zweite Welle der quantitativen Lockerung (QE) in der Zukunft tatsächlich aufs Gleis gebracht wird. Die anhaltenden Diskussionen über ein sich daraus ableitendes potenzielles Inflationszentrum werden durch das Zusammenspiel zwischen den grünen und blauen Blöcken im Chart unten reflektiert: solange die Zirkulation der Währung gedämpft ist und die Bankkonteneinlagen weiter ansteigen, ist die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch von Inflation klein, wenn nicht überhaupt nicht existent. Diese Überschussreserven existieren im Umkehrschluss auf Basis der Taylor-Regel, die einen negativen Leitzinssatz der Fed impliziert. Sollte sich jedoch ein substanzieller Wandel einstellen von grün zu blau, oder von Überschussreserven zu Währung in Zirkulation, wird dies der Zeitpunkt sein, zu dem die hyperinflationäre Bedrohung tatsächlich zur Realität wird, da plötzlich zu viel Geld einen determinierten Betrag an Vermögenswerten jagen wird. Dies ist ebenfalls der Punkt, an dem die Diskussionen über alle verschiedenen Mechanismen, die der Fed zur Verfügung stehen, um den Abzug der Überschussliquidität moderat zu handhaben, aufs Trapez kommen. Es stellt sich die Frage, ob diese Strategie auf dem Verkauf von gehaltenen Vermögenswerten, dem Anheben der Zinssätze auf die gehaltenen Kapitalreserven oder einigen Kombinationen zwischen allen Ansätzen beruhen wird. Einer der Aspekte, die unmittelbar mit dem Bilanzbuch der Fed in Verbindung stehen, der jedoch oftmals ignoriert wird, ist der Posten “Vermögen”, oder auch anders definiert als “Kapital.” Wie bereits ausgeführt, notiert dieser Posten bei momentan$53,3 Milliarden. In der Grafik unten, die die aktuellen Verpflichtungen der Fed gut widerspiegelt, wird dieser Posten angezeigt durch den Balken ganz links. Der interessante Teil erfolgt aus der Analyse, was geschehen würde mit dem ausgewiesenen Kapitalposten der Fed, wenn die weiter oben beschriebenen Verluste aus gehaltenen MBS-Positionen materialisieren sollten.


    Fed-Verpflichtungen – zum Vergrößern bitte zweimal anklicken

    Ein realisierter Verlust in Höhe von 5% auf MBS-Papiere allein würde resultieren in einer kompletten Eliminierung der Kapitalbilanz der Fed. Setzt man realisierte Verluste in Höhe von 10% oder sogar 15% an, ergeben sich resultierend daraus Kapitalfehlbeträge in Höhe von $50 Milliarden respektive  $100 Milliarden. Dieser Fehlbetrag wird weiter anwachsen, nachdem mehr und mehr MBS-Papiere in der Bilanz ausgewiesen werden, und während die ernsthaften Säumnisraten auf MBS-Papiere weiter klettern…

    Topics: Regierung und Banken | 10 Comments »

    10 Responses to “Fed könnte in Insolvenz rutschen”

    1. Gee Says:
      März 9th, 2010 at 21:23

      Ich verstehe nur Bahnhof. Was bedeutet das? Wie kann die FED insolvent sein? Ich meine, die kann sich doch einfach ein paar Banknoten drucken oder auf ihr Konto schreiben. Sim Salabim und schon habe ich 100 Billionen Dollar. Ach, was soll’s. Sim Sala Bim da waren es weitere 200 Billionen. Und keine ist es aufgefallen. Pleite, warum pleite? I’m the FED, I’m the master of Dollar, the master of the world, the master of the universe. I’m …

    2. werner Says:
      März 9th, 2010 at 23:43

      Die FED KANN nicht insolvent werden. der Dollar ist Privatgeld, nur von der FED garantiert. Er kann – wie Bernanke ausführte – beliebig gedruckt werden.
      Da der Rest der Welt den Dollar als Wertaufbewahrungsmittel anerkennt, unabhängig wie sehr er vermehrt wird, hat das keinerlei Folgen.
      Das geht erst schief, wenn jemand die Werthaltigkeit in Frage stellt. Aber dann ist das auch kein Problem. Dieser Jemand endet dann sehr schnell als “Terrorist”.
      Wie man sieht liiiieben alle den Dollar. Weil sie müssen!

    3. Mark Says:
      März 9th, 2010 at 23:45

      Ich Gee völlig Recht. Die Fed prest in ihrer Bilanz ihr Gold immer noch zum EInkaufspreis von vor Jahrzehnten ein. Die Fed Bilanz ist völlig fürn Arsch und interessiert per se null komma nix, dazumal auch kein FDIC daherkommt und die FED zwangsliquidiert…….

    4. Gee Says:
      März 9th, 2010 at 23:58

      @Mark: So wie die BRD einen Staat simuliert, so simuliert die FED eine “staatliche Notenbank” mit richtiger Bilanz etc. Ist das nicht genial?
      Das muss man sich mal vorstellen, es geschieht vor unserer aller Augen. Vor den Augen der Welt und der Super-Experten. Und keiner sagt etwas, entweder, weil ihm nichts auffällt oder weil der Experte selbst blind ist. Man könnte auch sagen, wir werden von Blinden geführt.

      @All: Wie Roman schon gesagt hat, selber denken.

    5. Gee Says:
      März 10th, 2010 at 00:09

      Da fällt mir etwas anderes ein. Die FED ist eine Privatbank. Wer sagt, dass nur sie selbst den Dollar drucken darf? Ich meine, nach dem Gleichbehandlungsgrunsatz müsste doch auch eine andere Firma/Bank in den USA Geld drucken dürfen. Das müsste die Verfassung zu sichern. Vor dem Gesetz ist jeder gleich. Also theoretisch könnte dort jeder Geld drucken (nicht den Dollar, der ist Eigentum der FED).
      Nehmen wir Europa. Wem gehört der Euro? Niemandem bzw. der EZB. Der Euro ist aber kein Geld im Sinne von Geld. Er ist ein Kunstwerk inkl. Copyright Zeichen. Wer will mir verbieten ebenso ein Kunswerk herzustellen und dieses zu vermarkten? Ich meine, ich kann doch Papier bedrucken, ihm einen Namen geben und eine Copyright darauf setzen. Dann verfahre ich damit wie mit einer CD. Wer es wagt, das Ding zu kopieren, der wird auf Schadenersatz verklagt. So könnte ich eine eigene “Währung” heraus geben. Alles legal. Ob ich nun selbst hergestellte CDs oder bedrucktes Papier als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel verwende, das ist doch meine Sache. Zwar müssen dann die Schulden immer noch im Schuldgeldsystem (Euro) bezahlt werden, da der Euro aber keine wertaufbewahrende Wirkung hat, weil die EZB fließig druckt, könnte meine “Währung” diese Funktion übernehmen. Und bevor man sich umschaut, ist der Euro platt wie die Flunder, weil niemand das Ding aufbewahren würde. Ende des Schuldgeldsystems.

    6. Webschau Wirtschaftsblogs 2010-03-10 « Blick Log Says:
      März 10th, 2010 at 00:11

      [...] Fed könnte in Insolvenz rutschen [...]

    7. Muklas Says:
      März 10th, 2010 at 13:32

      Richtig, die Fed kann nie pleite gehen! Genial, was die Bankiers damals (1913) ausgekocht haben, aber das war im Christentum schon seit 2000 Jahren
      ihr Geschäft; da lernt man zu.
      Pleite können Staaten gehen, egal ob Monarchie,
      Diktaturen, Demokratien usw. Ist und wird immer wieder geschehen. Der geniale Schachzug zu früher
      ist die Ausgliederung der Geldschöpfung aus der
      staatlichen Verantwortung (s.o.)
      Gehen oder gingen Staaten pleite, so haben sie ihr
      Volk in Haftung genommen. Manchmal hat das Volk die Haftung abgelehnt, dann gab es Kriege gegen
      das Volk und den Staat zerriß es eventuell.
      Mit der Selbständigkeit der Fed hat man nun das
      Perpetuum mobile für Banker und Staaten. Im end-
      gültigen Krisenfall leidet daran sogar die Real-wirtschaft = produzierende, wertschöpfende Wirt-
      schaft (vergeßt Dienstleistungen usw). Man kann sich enorm lange verschulden und die Leute auch da hineintreiben, dann geht es noch länger.
      Nach dem notwendigen Währungszusammenbruch (-wenn
      die Steuern die Zinsen nicht mehr ergeben-) geht
      das Spiel von vorne los. Wer also jung genug ist
      und 100 bis 120 Jahre alt wird, kann das dann wieder erleben.
      Die Grundprinzipien dafür sind:
      -eine Bevölkerung die arbeitet und spart (Auto, Haus, Kühlschrank, Bankguthaben, LV usw);
      -ein Staat und ein Geldsystem, die von einander
      abhängig sind, einander brauchen: Staat garantiert
      mit seiner Gewalt das Eigentum, hält die Plebs
      -notfalls mit Transferleistungen und/oder Gewalt-
      am arbeiten bzw ruhig, wenn sie nicht mehr millionenfach aufgrund der Produktivität ge-
      braucht werden; Gewerkschaften=Sozialreparaturab-
      teilungen und Kirchen, für die absolut hoffnungs-
      losen Fälle sind da sehr hilfreich;
      -ein bißchen Psychologie um die Leute in die
      Schulden zu treiben oder zum Sparen zu bringen
      (das Gesparte fördert die Bankgeschäfte =Zinser-
      zielung ungemein, da man es x-fach weiterverleiht)
      usw.
      Das Ganze darf man in Deutschland seit 1990, nach-
      dem die SU den Geist aufgab, wieder Kapitalismus
      nennen und so läuft er mit einem absolut simplen
      “Trick”: dem Tausch. Beim Tausch schaut auf jeden
      Fall immer einer nach vollzogenem Tauschvorgang
      blöd aus (spätestens wenn er dem Verbrauch huldigt
      -fressen u saufen müssen alle-), nur ein paar kommen beim entwickelten Tausch gut dabei weg:
      der Staat lange Zeit (und wenn nicht, macht er pleite) und die Banken, die gewinnen immer. Sie
      sind das fleischgewordene höchste Gut/Eigentums-
      prinzip – das scheue Reh KAPITAL.
      Meine Großmutter hat immer gesagt: der Teufel
      scheißt auf den größten Haufen.

    8. M.E. Says:
      März 10th, 2010 at 15:05

      Natürlich kann die FED pleite gehen, wenn das gesamte Währungs- und Finanzsystem crasht bis auf die Grundmauern.
      Das es genau dazu kommt innerhalb der nächsten 10 Jahre halte ich keineswegs für unwahrscheinlich.

    9. Gee Says:
      März 10th, 2010 at 16:18

      @M.E. Die FED kann nur dann pleite gehen, wenn sich niemand für den Dollar interessiert. Irgendwelche Bilanzen sind da belanglos, weil jederzeit “korrigierbar”. Werner hat es in diesem Blog treffend formuliert. Man ist gezwungen den Dollar hoch zu halten. Wer sich nicht daran hält der macht den Sadam. Das gleiche Spiel soll nun im Iran abgezogen werden. Sollte es den Amis nicht gelingen den Iran zu zähmen, wird der Dollar gut 50% seiner Kaufkraft verlieren. Spätestens wenn der Iran eine A-Bombe hat, spätestens dann ist der Dollar und damit die FED platt.

    10. Webschau Wirtschaftsblogs mit Kurzblick auf Studie der Otto-Brenner-Stiftung | BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE Says:
      März 11th, 2010 at 10:19

      [...] Fed könnte in Insolvenz rutschen [...]

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