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Die Gier nach (immer mehr) Geld und Macht
By Roman | März 3, 2010
Gastbeitrag von Dieter Sordon: Herr Sordon ist Betreiber der Webseite krisenfrei.de, auf der er sich mit den täglichen Geschehnissen an den Finanzmärkten beschäftigt und in zeitlichen Abständen eigene Artikel publiziert zu den Themen Finanzmärkte und Banken, Regierungspolitik, geopolitische Entwicklungen und anderes.
Definition
Gier:
Hemmungsloses Begehren, unersättlich. Unmäßiges, maßloses Verlangen. Sucht nach mehr. Ein heißes Begehren. Etwas haben wollen.
Habgier:
- „Habgier oder Habsucht ist das übersteigerte, rücksichtslose Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und eng verwandt mit dem Geiz, der übertriebenen Sparsamkeit und dem Unwillen zu teilen. Die Habgier wird in vielen Kulturen moralisch verurteilt und zieht auch in Sagen, Märchen und Religionen Strafen nach sich. Habgier wird von der Rechtswissenschaft als “rücksichtsloses Streben nach Gewinn um jeden Preis” definiert.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Habgier)
Psychologie der Gier nach Geld und Macht
Kann man jüngsten Forschungsergebnissen glauben, ist die Gier nach Geld und immer größerem Gewinn auch genetisch bedingt. „Der Mensch reagiert auf kurzfristige Gewinne oder die Aussicht auf Geld wie auf Kokain“, meint Manfred Pohl, Vorsitzender des Frankfurter Zukunftsrats.
Selbst in Krisenzeiten und Zeiten instabiler Finanzmärkte riskieren Menschen ihr Geldvermögen in der Hoffnung, den realen Besitz zu vermehren. Der Nervenkitzel und die Gier, bzw. die Aussicht auf einen möglichen Geldsegen, rufe ein deutlich größeres neuronales Feuerwerk hervor als vorhandenes Eigentum.
Es handele sich also um eine Sucht wie bei Kokain – doch kein Mensch kommt süchtig auf die Welt. Süchte deuten immer auf Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung des jeweiligen Menschen hin. Prägungen in Kindheit und Jugend fanden bei solchen Forschungen vielleicht
zu wenig Beachtung, obwohl keine Versuchsperson frei davon sein wird.
Laut einer Studie der University of Michigan-Dearborn „streben die meisten Menschen nach mehr Kapital, obwohl ein größeres Vermögen sie in Wirklichkeit nicht glücklicher macht“. Forscher entschlüsseln Ursachen der Geldgier. Das deutet darauf hin, dass es noch andere wichtige Ursachen neben der genetischen Veranlagung geben könnte.
Wie heißt es so schön im Volksmund:
- Geld macht nicht glücklich
- Geld verdirbt den Charakter
- Gier frisst Hirn
Geld macht nicht glücklich? Mag sein, aber Geldgewinne, die ohne Arbeit zustande kommen, erzeugen im Menschen Glückshormone, die zur Motivation anregen, zusätzliche Geldgewinne ohne Arbeit zu generieren.
In der Regel ist eine Geldvermehrung ohne Arbeit, zumindest theoretisch, nur über die Finanzmärkte möglich, sei es durch Aktien, Anleihen oder andere Finanzprodukte. Geld verdirbt den Charakter? Bei einigen Menschen ist dies leider der Fall. Nicht selten kommt es vor, dass Menschen mit großem Vermögen zu kriminellen Machenschaften neigen, wie etwa die Hinterziehung von Steuern.
Gier frisst Hirn? Wer träumt nicht davon, mit geringem Kapitaleinsatz hohe Renditen zu erzielen? Kriminelle Betrugsabsichten mit dem Versprechen hoher Renditen gibt es zuhauf. Bei dem Madoff-Schneeballsystem haben u.a. auch einige Millionäre mitgemacht und dabei einen nicht geringen Teil ihres Vermögens verloren.
- „Wir neigen dazu, das Positive zu suchen und Negatives auszuklammern. Lesen wir einen Fondskatalog, widmen wir uns nur den Outperformern und erkennen – natürlich im Nachhinein: „Ja klar, das musste doch funktionieren!“ Diese Erkenntnis projizieren wir auf die Zukunft – und verlieren.
- Wir wollen anders sein. Im Streben nach Individualität suchen wir nach dem Besonderen. Warum kann ich nicht reich sein? Wenn dann jemand behauptet, ich könne es doch, glaube ich ihm/ihr.
- Wir sind faul und wollen „ohne Arbeit reich werden“: eine der meistgesuchten Wortgruppen im Internet.
- Wir sind Träumer. Die Vorstellung von einer Zukunft im Reichtum und ohne Arbeit lässt uns dem Alltag entfliehen.
- Jeder, der diesen Traum angreift oder zerstört, ist böse. Wer zerstört unsere Träume? Die Wahrheit. Meinungen enttäuschter Ex-Kunden. Polizei und Staatsanwaltschaft, wenn sie unsere Geldmaschine zerstören. Die Medien, die alles falsch verstehen und verzerren.
- Selbst nachzudenken oder zu recherchieren, könnte unseren Traum zerstören. Also tun wir es nicht.
- Wir sind verzweifelt. Wir haben es aus eigener Kraft nicht geschafft, so zu sein, wie wir sein wollen. Also springen wir auf ein fremdes Pferd auf.
- Wir sind gutgläubig. Wir glauben an das Gute im Menschen. Dass es jemand böse mit uns meinen oder eigene Interessen verfolgen könnte, ist unwahrscheinlich.
- Wir sind leichtgläubig. Wer mir meinen Traum erzählt, und zu wissen scheint, wie ich ihn erreiche, hat schon gewonnen.“
Quelle: GIER FRISST HIRN
Die „Gier nach Geld und immer größerem Gewinn“ wird spätestens dann krankhaft, wenn andere davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Doch warum wird das Streben nach Geld und Gewinn zu krankhafter Gier nach Geld und Macht?
Weil die krankhafte Gier nach Geld unersättlich ist, das maßlose Verlangen jedoch gestillt werden will, soll oft Machtausübung das schaffen, was das Geld nicht vermochte. Doch die Gier nach Macht ist meist genauso unersättlich. Geld- und Machtgier können also nicht nur einzeln auftreten, sondern sich gegenseitig verstärken.
Gier, also unstillbares Verlangen, ist eine anstrengende Sucht. Der psychisch Gesunde kennt Verlangen solchen Ausmaßes nicht, solch anstrengendes Begehren bleibt für ihn unbegreiflich. Tragischerweise ist genau er jedoch oft das Objekt der Machtausübung des krankhaft Süchtigen.
Er kann nur versuchen, die Anatomie dieser für ihn unbegreiflichen Krankheit zu verstehen, um sich vor dessen Angriffen besser schützen zu können. Wieso nehmen nun manche scheinbar freiwillig solche auch selbstzerstörerischen Anstrengungen, Andere zu beherrschen, auf sich?
„Wie man als kleines Kind behandelt worden ist, so behandelt man sich später das ganze Leben lang. Und die qualvollsten Leiden sind oft diejenigen, die man sich selbst zufügt.“ Am Anfang war Erziehung und nicht selten der Terror der Schwarzen Pädagogik:
Was uns als Kind angetan wurde, mussten wir verdrängen, um nicht die Liebe unserer Eltern zu verlieren. Doch der Zorn über ihren Machtmissbrauch lebt oft in uns weiter, bis wir jemanden finden, den wir nun selbst beherrschen dürfen, ohne dafür bestraft zu werden, so dass sich das unbewusst Verdrängte endlich befreien kann.
Warum wehren sich so wenige gegen die Gierigen und ihre ausgeübten Machtinstrumente? „Wer unter Lebensbedrohung im zartesten Alter gelernt hat, ungeschriebenen Gesetzen zu folgen und seine Gefühle aufzugeben, der wird den geschriebenen Gesetzen um so schneller folgen und keinen Schutz dagegen in sich finden. Hat der Erwachsene nichts Eigenes aufgebaut, dann erlebt er sich in der gleichen Art auf Gedeih und Verderb der Obrigkeit ausgeliefert, wie der Säugling bei den Eltern; ein ‚Nein‘ den Mächtigeren gegenüber erscheint ihm für immer lebensgefährlich.“
Werden wir also von Kranken regiert? Diese Einsicht tröstet zunächst nicht, kann uns vielleicht aber helfen, wirkungsvollere Strategien zu unserer Selbstverteidigung zu finden.
Was treibt aber wohlhabende Menschen dazu, zur Steuerhinterziehung sogar gegen Gesetze zu verstoßen? Ist es allein die Gier nach „immer mehr haben wollen“? Laut Ulrike Lechner, Informatikprofessorin, „liegt die Ursache für die Steuerflucht in der Natur des Menschen – und in der Natur des Geldes.“
Die meisten Menschen wollen mehr Geld haben als die anderen. Die Professorin begründet dies mit der Rivalität: „Es ist die Rivalität ums Geld“.
In einer anderen Studie sagt Professor Andreas Haufler: „Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, warum Individuen und Firmen Steuern hinterziehen, sondern warum es ein relativ hohes Maß an Steuerehrlichkeit gibt“. Mehr zu den Studien unter: Rivalität ist der Motor ungezügelter Habgier.
Gern hätten wir gewusst, ob auch Rivalität genetisch bedingt sei, doch sicher wird auch sie durch die Ideologie der Schwarzen Pädagogik verstärkt.
„Menschen, deren Integrität in der Kindheit nicht verletzt wurde, die bei ihren Eltern Schutz, Respekt und Ehrlichkeit erfahren durften, werden … später intelligent, sensibel, einfühlsam und hoch empfindungsfähig sein. Sie werden Freude am Leben haben und kein Bedürfnis verspüren, jemanden oder sich selber zu schädigen oder gar umzubringen. Sie werden ihre
Macht gebrauchen, um sich zu verteidigen, aber nicht, um andere anzugreifen.“
Falls Sie von denen noch nie etwas gehört haben sollten: Das liegt in der Natur der Sache. Die Ideologie der Schwarzen Pädagogik wirkt bis heute, es entscheiden immer noch „die Rangordnung und die Macht … letztlich darüber, ob eine Handlung zu den guten oder schlechten gezählt wird. Das gleiche Prinzip beherrscht die ganze Welt.“
Warum hat uns die Obrigkeit wohl ein Geldsystem vorgeschrieben, in dem prinzipiell überall Geld fehlt? Vielleicht wollten die Mächtigen ganz sicher gehen, dass wir gierig werden wie sie und damit beschäftigt bleiben, uns gegenseitig das knappe Geld wegzunehmen, statt uns zu wehren.
„Aber vor allem wissen wir noch nicht, wie die Welt aussehen könnte, wenn Kinder ohne Demütigungen, von ihren Eltern als Menschen geachtet und ernstgenommen, aufwachsen würden.
So lange müssen diejenigen Glücklichen, für die dieser Konjunktiv bereits Realität war, wohl die Machtgelüste der Unglücklichen ertragen.
Aber „Daß du dich wehren mußt, wenn du nicht untergehen willst, wirst du doch einsehen?“ (B. Brecht)
(alle Zitate in Kursiv aus: „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller)
Die Gier der Neureichen und Unternehmen
Nicht wenige, inzwischen wohlhabende Menschen, haben von ihrer Ausbildung in Deutschland profitiert und anschließend durch sportliche Erfolge mehrere Millionen Euro auf ihrem Konto verbuchen können. Je mehr Euros hinzukamen, desto größer wurde die Flucht in steuergünstigere Nachbarländer. Anstelle von Namen sollen hier nur Sportarten wie Tennis,
Formel 1, Radsport … etc. genannt werden.
Bei staatlichen Subventionen für Unternehmen, die die Schaffung von Arbeitsplätzen versprachen, sah es nicht viel anders aus. Erinnern Sie sich noch an den Nokia-Konzern, der seine Produktion von Deutschland nach Rumänien verlagert hat? Nachdem die Subventionen abgeschöpft waren und die Herstellung der Produkte in Deutschland nicht mehr profitabel genug war, wurden schnellstmöglich die kostenintensiveren Betriebe in Deutschland geschlossen und in Billiglohnländer verlegt.
Ein Einzelfall? Nein. Denken Sie nur an Siemens und seine Handy-Produktion. Oder an einen Milchproduzenten (war es Müller, oder was?). Ja, die berühmte „Saure und schale Müllermilch“. Und damit noch nicht genug. Dass bei ihm die Gier keine Grenzen kennt, erkennt man auch hieran: Milch-Milliardär Müller will mit Nordsee an die Börse.
Im folgenden Artikel finden Sie noch ein Beispiel, wie der Milliardär und bekennende Steuerflüchtling Müller den Kunden seines Produktes Fruchtbuttermilch eine Preiserhöhung von gut 19 Prozent aufdrückt: Teure Schrumpfkuren. Andere Produzenten sind sogar noch unverschämter, wie der Artikel zeigt.
Die Gier der Politiker
Natürlich werden alle Unternehmer die Subventionsgeschenke der Politiker annehmen, die vor wichtigen Wahlen um ihre Wählerschaft buhlen. Es war schon immer so, dass vor Wahlen großzügige Geschenke verteilt wurden, für die eigentlich kein Geld zur Verfügung stand. Das aber interessiert den machtgierigen Politikern herzlich wenig, denn für ihn ist es ein Kinderspiel, Geld aus dem Nichts erzeugen zu lassen, in dem er einfach weitere Schulden
aufnimmt.
So nach dem Motto: Was interessiert mich die Zukunft – ich lebe in der Gegenwart und will gewählt werden! Beispiele gibt es zur Genüge. Denken Sie nur an Nokia oder an Opel. Aber was ist das schon im Vergleich zur Rettung aller Landesbanken.
Nur ein paar Beispiele:
- Die LBBW erhielt eine Staatshilfe von 5 Mrd. Euro sowie 12,7 Mrd. Euro Bürgschaften
- Die HSH Nordbank erhielt bislang 40 Mrd. Euro an Garantien und Staatshilfen
- Die Sachsen LB wurde vorerst mit über 17 Mrd. Euro gerettet
Insgesamt wurde 2008 von der Bundesregierung ein Rettungspaket von 500 Mrd. Euro aufgelegt. Davon profitierten neben den Landesbanken auch andere Banken, unter anderem die IKB und die HRE.
- Die IKB-Rettung kostete den Steuerzahler satte 10 Mrd. Euro
- Alle Rekorde an Staatshilfen schaffte die HRE mit sagenhaften 101 Mrd. Euro
Die Gier der Wohlhabenden
Den meisten ist sicherlich noch der überraschende Freitod des Milliardärs Adolf Merckle aus dem Januar 2009 bekannt. Er hatte sich während seines Lebens ein durchaus ansehnliches Firmenimperium erarbeitet. Dazu zählten Firmen wie etwa:
HeidelbergCement
Phoenix Pharmahandel
Zollern Gruppe
VEM Gruppe
mepha-Gruppe
Kässbohrer Geländefahrzeug
Quelle: Merckle Unternehmensgruppe
Sein Vater betrieb eine kleine Arzneimittelhandlung, und Adolf Merckle schaffte es, daraus ein Firmenimperium mit etwa 100.000 Mitarbeitern und ca. 30 Mrd. Euro Umsatz zu machen. Mit Ratiopharm (Generika-Geschäfte) stieg er zu einem der größten Marktführer in Europa auf. Angeblich soll er sich mit dem Kauf der Mehrheit an Heidelberg-Cement finanziell ein
Stück weit verhoben haben. Durch die ganzen Zukäufe lasteten auf der Unternehmensgruppe Schulden von ca. 16 Mrd. Euro.
Einige Monate vor seinem Freitod soll er mit Millionenbeträgen auf einen fallenden Kurs der Volkswagen-Aktie spekuliert haben. Dabei sollen nach eigenen Angaben Verluste im niedrigen dreistelligen Millionenbetrag angefallen sein. In Bankenkreisen wurde dagegen von Verlusten von etwa einer Milliarde gemunkelt. Bereits vorab sollen ihn die Gläubigerbanken
zum Verkauf von Ratiopharm gedrängt haben.
Vor der Finanzkrise, die er für die finanziellen Probleme seiner Firmen verantwortlich gemacht habe, soll Merckle zu den zehn reichsten Deutschen gehört haben. Immerhin verloren seine Aktienwerte, die den Banken als Sicherheit dienten, massiv an Wert. Öffentlich kritisiert wurde er, nachdem er im November 2008 beim Land Baden-Württemberg um eine Landesbürgschaft nachgefragt hatte. Zu Recht? Nun ja, wer an der Börse Millionen verzockt und anschließend den Staat um Hilfe ruft, kann schon mal schnell in die öffentliche Kritik geraten.
Die Gier der Banker
Viele deutsche Bankmanager haben ihre Banken mit ihren Zockereien geradezu in ein Chaos, oder, wenn der Staat nicht eingegriffen hätte, in den Ruin geführt. Das berühmteste Beispiel ist wohl die Hypo Real Estate (HRE). Der ehemalige Vorstand, Georg Funke, ist sich allerdings keiner Schuld bewusst. Man muss sich das mal in aller Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Nicht nur, dass er Mrd. Euro versenkt hat und der Steuerzahler mit über 100
Mrd. Euro durch unsere überaus „intelligenten“ Politiker zur Kasse gebeten wurde, sondern er fordert auch noch die Rücknahme seiner fristlosen Kündigung. Immerhin geht es um 3,5 Mio. Euro, die ihm bis zum Ende seines Vertrages zustehen, und nicht zuletzt um 560.000 Euro jährliche Pensionen.
Bankmanager müsste man sein – bei solchen Konditionen
Aber dies ist leider in dieser korrupten Republik kein Einzelfall. Den Politikern geht derartige Misswirtschaft mehr oder weniger am A…. vorbei, denn zu einem gewissen Teil sind sie daran auch beteiligt. Schon allein deswegen, weil einige von ihnen in den Aufsichtsräten von Firmen sitzen. Daher ist ihnen auch sehr daran gelegen, dass solche Misswirtschaft nicht an
die große Glocke gehängt und in den Medien verbreitet wird. Und wenn, dann reden sie dieses Problem herunter oder gehen darauf gar nicht ein.
Damit noch nicht genug. Der Ex-Vorstandschef der ehemaligen staatlichen Mittelstandsbank IKB, Herr Stefan Ortseifen, brachte durch seine Spekulationen das Institut an den Rand eines Bankrotts. Nachdem der Staat, wie bereits oben erwähnt, die IKB mit über 10 Mrd. Euro rettete, wurde sie an Lone Star, eine “Heuschrecke” aus Texas, quasi verschenkt. Auch er ist
der Meinung, dass seine Kündigung nicht gerechtfertigt sei – und so bewohnt er immer noch seine Dienstvilla. Eine Räumungsklage läuft bereits.
Seine Pensionsansprüche sollen bei etwa 34.000 Euro im Monat liegen.
Viele Arbeitnehmer wären froh, wenn sie diesen Betrag in einem Jahr als Arbeitslohn bekämen!
So sind nun mal die Verhältnisse in Deutschland. Ein unfähiger Bankmanager, der Milliarden Euro versenkt, bekommt für seine hervorragende Fehlleistungen in einem Monat mehr an Pensionen als ein schuftender Arbeiter in einem Jahr an Lohn.
Wollen Sie noch ein Beispiel? Welches darf es denn sein?
Etwa das von Herrn Werner Schmidt, Ex-Vorstand der Bayern Landesbank, der die österreichische, völlig überteuerte Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) mit 400 Mio. eingekauft hatte? Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits, nachdem die Opposition im Landtag Strafanzeige gestellt hat.
Damit jedoch noch nicht genug.
Die ehemaligen Vorstände der Sachsen LB sind sich auch keiner Schuld bewusst. Bis 2005 war Herr Michael Weiss für die Geschäfte der Sachsen LB verantwortlich. Er lebt jetzt in der Steueroase Zypern und meint, dass während seiner Amtszeit bei der Bank alles in Ordnung gewesen sei.
Natürlich, schuld sind immer die Anderen!
Ebenso erfolglos war sein Nachfolger Herbert Süß. Auch er schaffte es nicht, die Sachsen LB zu sanieren. Im Gegenteil. Unter seiner Regie stand die Bank aufgrund riskanter Geschäfte mit Hypotheken-Krediten kurz vor dem Aus.
Auch gegen ihn wird bereits seit längerer Zeit wegen Untreue und möglicher falscher Jahresabschlüsse ermittelt.
Gerichte und Staatsanwälte werden sich in nächster Zeit noch intensiv mit den Geschäftsgebaren vieler Bankmanager beschäftigen. Die vorhandenen Gesetze werden es ihnen nicht leicht machen, einen vorsätzlich begangenen Betrug von Bankmanagern nachzuweisen.
Midas als Vorbild für Banker und andere Gierhälse?
Midas, der antike König, wäre verhungert, wenn Dionysos seinem Wunsch, alles in Gold zu verwandeln, was er berührte, nicht zurückgenommen hätte. Denn dann wäre auch sein Brot zu Gold geworden! Viele Bankmanager haben offenbar das Midas-Prinzip verinnerlicht. Wurden sie vom Midas-
Virus infiziert? Zumindest waren sie in der Vergangenheit von sich überzeugt, „Schrottpapiere“ in Gold umwandeln zu können.
Nachdem vor gut einem Jahr viele Großbanken durch ihre hochriskanten Spekulationen kurz vor dem Ruin standen, öffneten viele Staaten die Geldhähne und pumpten die enormen Neuverschuldungen (wie soll es sonst auch anders gehen) in die maroden Banken, die nach ihren Zockereien kaum noch über Eigenkapital verfügten.
Betrug die Gesamt-Neuverschuldung in Deutschland im Jahr 2008 noch 11,5 Mrd. Euro, so verdreifachte sich fast in 2009 auf über 34 Mrd. Euro. In 2010 wird sich die Neuverschuldung gegenüber dem Vorjahr etwa um den Faktor 2,5 auf knapp 86 Mrd. Euro erhöhen.
Bereits jetzt fallen in Deutschland 2.003 Euro Zinsen pro Sekunde an. Diese Zinsen für die Staatsschulden steigen kontinuierlich an. Ein Insiderbericht enthüllt eine bizarre Welt aus Gier und Aggression. Dubiose Kapitalgarantien, Todeslisten und waghalsige Steuer-Optimierungsmodelle werden von Anne
T. in ihrem Buch „Die Gier war grenzenlos“ schonungslos offengelegt. Zudem beschreibt sie, wie habgierige Banker hochspekulative Derivate und Zertifikate konstruieren und diese millionenfach an unerfahrene Kunden verkaufen. Die Lehman-Geschädigten können sich sicherlich gut an solche Praktiken erinnern.
Leider gibt es noch kein Gesetz, dass derartige Habgier und Habsucht der Banker unter Strafe stellt. Nicht umsonst werden Banker häufig auch als „Bankster“ bezeichnet. So lange Richter keine gesetzliche Grundlage gegen maßlose „Bankster“ haben, die ihre Kunden über den Tisch ziehen und Steuergelder von Landesbanken leichtfertig auf´s Spiel setzen, werden sie es
schwer haben, solche Machenschaften zu verurteilen.
Abfindungen im Falle von Missmanagement (wodurch auch meistens Arbeitsplätze verloren gehen) sollten in Zukunft der Vergangenheit angehören. Dazu bedarf es allerdings einer Änderung des AG-Gesetzes.
Zu all dieser Problematik hier ein passender Leserbrief:
„Ob es den Gerichten weltweit gelingen wird, die gierigen Bankmanager zur Verantwortung zu ziehen, ist mehr als ungewiss. Das schwer verdiente Kapital öffnet dieser Elite ungeahnte Möglichkeiten, sich jeweils das Beste am Markt zu leisten, was juristisch verfügbar ist. Der Rechtsstaat schützt sie zudem vor Tatbeständen, die zwar als höchst schädlich erkannt, aber gesetzlich noch nicht erfasst sind.“ (DER SPIEGEL, Nr. 6/8.2.10; Seite 6)
Fazit
Jeder Mensch hat das Bestreben nach Besitz und Eigentum. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn es durch harte und ehrliche Arbeit zustande kommt. Eigentum aber hat auch eine verpflichtende Eigenschaft. Diesbezüglich steht im Grundgesetz, Art. 14, 2: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Leider kommt dieser Artikel immer mehr in Vergessenheit, zumindest bei vielen unseren Volksvertretern! Vielleicht hätten die Gesetzgeber damals den Artikel 14 um einen Punkt erweitern sollen –
z.B.: Habgier zu Lasten der Allgemeinheit wird unter Strafe gestellt.
Wie ganz oben bereits erwähnt, wird Habgier in einigen Kulturen moralisch verurteilt und unter Strafe gestellt. Nicht zuletzt wegen der Habgier vieler „Bankster“ wurde die gesamte Welt fast an die Wand gefahren. Und wie so häufig, muss wieder einmal der Steuerzahler für die unersättliche Gier
der „Bankster“ herhalten, und das mit der politischen Begründung: „systemrelevant“.
Besteht die eigentliche Aufgabe der Banken nicht darin, Unternehmen mit Kapital zu versorgen, damit diese neue Produkte und somit Arbeitsplätze schaffen? Oder Kapital für Neugründungen von Unternehmen zur Verfügung zu stellen? Versuchen Sie mal, heutzutage für eine Firmengründung Kapital von einer Bank zu bekommen!
Für Häuslebauer oder für Käufer eines kleinen Eigenheimes sieht es auch nicht viel besser aus. Es sei denn, Sie haben reichlich Eigenkapital. Großbanken, wie z.B. die Deutsche Bank unter der Herrschaft von Josef Ackermann, legen heutzutage mehr Wert auf das Investmentbanking, dass angeblich wesentlich profitabler ist. Klar, je höher die Gewinne mit Zockerpapieren (Eigenhandel mit Derivaten … etc.), desto
höher die Boni der „Bankster“.
Haben die gierigen „Bankster“ und die Milliardäre schon mal darüber nachgedacht, dass „Geld nicht alles ist?“ Außerdem hat das letzte Hemd keine Taschen, die sich füllen lassen könnten! Was also bewegt Milliardäre, die niemals in ihrem Leben am Hungertuch nagen müssten, mit Zockereien ihr Vermögen aufs Spiel setzen? Ich habe keine andere Erklärung dafür, außer
der, dass sie die Habsucht befallen haben muss.
Apropos Sucht. Jede Sucht ist therapierbar – man(n) muss es nur wollen!
Wie sagte unlängst der Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein: er habe nur „Gottes Werk“ verrichtet. Gehört diese Aussage in die Kategorie Blasphemie, oder bestimmen wirklich habgierige Kranke unser Geldsystem? Es wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, wenn all das zu Gold geworden wäre, was Bank-Manager …
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Zusätzliche Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/790/453480/text/
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68885083.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29388/1.html
Miller, Alice (1983): Am Anfang war Erziehung. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1983
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© Autor: Dieter Sordon ( www.krisenfrei.de ) – Mail: info@krisenfrei.de
Co-Autor: Matthias Engel ( www.bank-einbruch.de ) – Mail: silber-engel@bank-einbruch.de
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03. März 2010
Topics: Deutschland | 13 Comments »



März 3rd, 2010 at 23:50
alles ist richtig – aber zu kurz gesprungen !!! wenn man einem Alki den Schnaps, das Bier, den Wein hinstellt – oder wenn man einem Junkee die Spritze voll gefüllt hinlegt, dann – werden Sie sich bedienen !! Definitiv.
Wenn also die Notenbanken dem Markt das Geld so billig macht wie geschehen…… – dann bedient sich der Markt mit all seinen Ideen. Und denkt nur mal an die Anforderungen der Versicherten, Rentnern etc. – alle wollen mehr Zinsen haben.
Ich sags Euch – die Gier funktioniet!!!!!
Also – wer ist Schuld? Natürlich die Leute, die den Preis des Geldes so niedrig halten. Die Notenbanker.
Die Gier funktioniert “nur”, wenn man sie lässt und füttert!!
gewollt ??????????????????????????????????????????
März 4th, 2010 at 00:03
noch was,
unsere “Volksvertreter” sind vom Volk gewählt und sollen dieses Volk vertreten.
Aber wer von uns Wählern hat diesen “Schlauschwätzern” die Stimme dafür gegeben, uns täglich mit mehr Schulden zu belasten, als es jede normale Bilanz aushalten könnte. Jeder Privatmann und jedes Unternehmen wäre pleite !!!
Der Staat – und das sind wir – ist pleite. Der Staat nimmt regelmäßig neue Schulden (Anleiheemissionen verschiedener Laufzeiten) auf, um alte Anleihen zurückzuzahlen – plus ein bischen mehr “Neuverschuldung” von ein paar Mrd.
Leute, verabschiedet Euch von Eurem Vermögen, denn der “Staat” wird es brauchen, zwecks Umverteilung.
März 4th, 2010 at 00:17
Sehr guter Artikel. Es spricht für den Autor, dass er einmal die Frage aufwirft, ob nicht die gesamte Gesellschaft Schuld an dieser Tragödie trägt. Immer nur auf andere schimpfen ist leicht. Sich selbst kritisieren dagegen unbequem. Niemand hat “dem Volk” befohlen, sich bis über die Halskrause zu verschulden.
März 4th, 2010 at 08:52
@reinhard
stimme dir zu deinem ersten Post zu – der zweite ist aber mM nach nicht ganz richtig – da ist es nämlich das Gleiche. Welcher Politiker würde von der Bevölkerung gewählt der den Leuten die Wahrheit sagt bzw. wirklich zu sparen anfängt.
Es werden immer die gewählt von denen sich der einzelne das Meiste erhofft.
Allerdings bin ich am zweifeln ob angesichts des Geldsystems es überhaupt eine andere Möglichkeit für Politiker gibt.
@Topic
“Ohne Arbeit Reich werden”
Eigentlich weiß jeder, dass man mit normaler harter Arbeit NICHT Reich werden kann.
Irgendwie müssen immer andere dafür bezahlen. Man muss nur an die richtige Stelle kommen.
Und auch ein “hart” Arbeitender Firmenchef kann es ohne Mitarbeiter von denen er einen Teil der Arbeitsleistung einbehält anders nicht zu Reichtum bringen.
Es geht im Prinzip immer darum ein größeres Stück von dem von der Allgemeinheit erarbeiteten Kuchen zu bekommen als andere.
März 4th, 2010 at 13:08
@reinhard: Zitat:”Der Staat – und das sind wir – ist pleite.”
Wer hat dir den Mist eingeredet? Ja, ich weiß, Frau Merkel, hat Spots von unseren Steuern finanzieren lassen, die uns einreden sollten, “Deutschland, das bist du”. Schwachsinn. Wenn ich arbeiten gehe, dann arbeite ich für die Firma. Wenn ich mehr Geld will, dann sagt mir der Chef, die Firma, das sind wir alle, wir müssen sparen etc.
Wenn es aber etwas zu entscheiden gibt, dann entscheidet er – ganz allein. Also, sind nicht wir die Firma. Genauswenig bin ich oder bist du der Staat.
Wir sind das Volk, aber wir sind nicht der Staat. Der Staat ist ein Gebilde, welches das Volks verwaltet. Je nach Staatsordnung wird das Volk gefragt (Demokratie) oder eben nicht gefragt (Diktatur). In der Demokratie wird das Volk gefragt – Volksentscheid. Da steckt schon das Wort “Entscheid” hat mit Entscheidung zu tun. Wann wurdest du oder ich zu irgend etwas gefragt?
In der Schweiz wurden die Leute zu Minaretts etc. befragt – Volksentscheid. Das ist eine Demokratie!
So wie mein Chef die Firma ist, so ist die Regierung der Staat. Du und ich, wir sind nur Sklaven in einer Diktatur. Also, mach dir nichts vor und versuch erst gar nicht uns einen solchen Unsinn vorzumachen.
März 4th, 2010 at 13:12
@reinhard: Vielleicht noch etwas am Rande. Man versucht uns weiß zu machen, der Kunde würde unser Gehalt bezahlen. Das ist blödsinn. Mein Gehalt bezahlt mein Chef. Er bekommt es zwar vom Kunden, doch viel ich davon sehe, das bestimmt mein Chef und nicht der Kunde. Also, nützt mir nichts, dem Kunden in den Popo zu kriechen, um mehr Geld zu bekommen. Selbst wenn der Kunde mehr Thaler springen lässt, scheitert es letztendlich am Chef.
Das Märchen, welches und erzählt, der Kunde bezahle unser Gehalt, sorgt dafür, dass wir vergessen zum Chef zu gehen und mehr Geld zu fordern.
März 4th, 2010 at 18:56
@uri
reinhard hat wohl recht – der Staat sind wird, Basta.
Ebenso hat dein Chef Recht – der Kunde bezahlt dein Gehalt, wieviel der Chef dir von dem Geld des Kunden gibt ist seine Sache – auch Basta.
März 4th, 2010 at 21:52
@Klaus: Ich stimme eher uri zu. reinhard hat selbst zugegeben, dass er nicht mitbestimmen darf. Wenn du meinst, dass du der Staat bist, denn gratuliere ich dir zu deiner Erleuchtung.
Teile sie mir den anderen Schafen, welche auf dem Weg zur Schlachtbank sind – Basta.
März 4th, 2010 at 23:54
Die Gier nach immer mehr Geld und auch das gesamte Versicherungsunwesen gründet in der Angst vor dem Tod. Der Geldgierige lebt in der Illusion der irdischen Unsterblichkeit, und er möchte die materielle Erde am liebsten gar nie mehr verlassen.
Dabei sind wir doch nur auf der Durchreise!
März 5th, 2010 at 09:50
Haben wir eigentlich alle schon kapiert, das das Dilemma in dem wir stecken systembedingt ist?
Herumdoktern, Regeln versuchen zu erfinden und sonstige Massnahmen werden das Sterben nur verlängern und die Absturzhöhe vergrössern.
Ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wo es um Vermehrung von Kapital geht, und nur darum geht es zur Zeit, entspricht nicht mehr dem Stand unserer Produktivkräfte. Instinktiv erfassen das inzwischen viele Menschen, nur unsere “anerzogene Unterwürfigkeitskultur” verhindern, das wir dies auch mit unserem Verstand begreifen.
Wir könnten uns allen das Paradies auf Erden schaffen, mit einer gesunden Umwelt, ohne andere zu schädigen (andere Menschen, Tiere, Pflanzen, die Luft, das Wasser, den Boden). Mit unserer Intelligenz wären wir in der Lage, uns in den einzelnen Regionen soweit als möglich autark mit den lebensnotwendigen und den Dingen die wir als angenehm empfinden zu versorgen. Die “Arbeit” wäre dann endlich auf wirklich sinnvolle Dinge gerichtet. Begrenzt wäre das Ganze nur durch die Endlichkeit der Rohstoffe und unserem Wissensstand (dieser kann aber unbegrenzt weiterentwickelt werden!)
Wir müssen uns die Verantwortung für unser Tun zurückholen!!!! Arbeit ist nicht Selbstzweck, sondern muss einen Sinn haben!!! Arbeit und Lebenszeit ist nicht dazu da, von anderen bestimmt zu werden und Psychopaten die Taschen zu füllen!
Musse und Besinnung, Ruhe und Erholung gehört genauso zum Leben, wie eine Gemeinschaft in der sich der Einzelne aufgehoben fühlt!!!
Geld ist doch nicht der Sinn des Daseins, Macht über andere ist doch nicht der Sinn des Daseins!
Wir rennen süchtigen Psychopaten hinterher, himmeln sie noch an, wenn sie sich herausnehmen ein viel zu grosses Stück Natur für sich zu beanspruchen, wir bedienen sie unterwürfig, wir erziehen unsere Kinder zu braven Untertanen und wir glauben den Medien aber auch Alles!
Jeder an seinem Platz muss anfangen sein eigenes Tun zu hinterfragen, hat meine Arbeit Sinn, schade ich jemandem damit, was wäre wenn diese Arbeit nicht getan werden würde, würde das der Gemeinschaft schaden. Was würde ich denn gern machen, was würde ich noch gern wissen wollen, wo will ich mich einbringen in eine Gesellschaft, die für alle einen Lebensfortschritt bringt. Was hindert mich daran es endlich anzupacken und zu leben?
Viel Spass beim Nachdenken!
Zur Einstimmung:
youtube 9 Teile alle ansehen und auf Festplatte laden, macht mal einen Familienabend mit diesem Film
“Der grüne Planet” bei youtube suchen
Ursachen für Unterwürfigkeit?
Jean Liedloff “Auf der Suche nach dem verlorenen Glück”
Hier geht es nicht nur um das Urvertrauen, welches wir wahrscheinlich mit unserer Art Babys und Kinder zu “erziehen” unserem Nachwuchs vorenthalten, sondern auch um den Begriff “Arbeit”!!! dieses Buch 9,90EUR gehört in jeden Haushalt, vor allem von zukünftigen Eltern!!
Zum Träumen:
Heinz Göd “Zukunft 2069 Im Einklang mit der Natur”
als Buch oder auch online bei yahoo suchen
Als Vorstufe vielleicht notwendig aber sehr gut um überhaupt mal eine Disskusion in Gang zu bringen
http://www.archiv-grundeinkommen.de
Wenn wir uns eine bessere Zukunft nicht erdenken, ja noch nichteinmal erträumen können, weil wir mit dicksten Balken vor den Köpfen herumrennen, dann rennt die Menscheit weiter in eine Sackgasse, welche den Untergang dieser Spezies bewirken wird. Bei dem derzeitigen Waffenarsenal und unseren psychopatischen “Führern” weltweit haben gesunde Menschen keine Chance, wenn wir nicht endlich anfangen uns eine besserere, gesündere und schönere Welt vorzustellen und jeder für sich anfängt an diesem Traum mitzuwirken.
Dann würde keiner mehr:
Rüstungsgüter entwickeln, produzieren und anwenden
Landwirtschaft ohne Raubbau an Boden und Wasser, keine Chemie mehr, nachwachsende Rohstoffe statt Kunststoffe
Gartenbau Erzeugung von Obst und Gemüse in die Hände der Verbraucher
Energiewirtschaft regional unabhängiger, autarke Versorgung-grosse Aufgabe
Pharmaindustrie da wäre wohl nur noch 20% nötig
Lebensmittelindustrie 20% bliebe noch
Chemieindustrie grosse Aufgabe, ohne Umweltschäden auszukommen, aber hoch spannend
Wissenschaft offen, für alle zugänglich, nicht geldmanipuliert sondern lebenszugewandt
keine Patente mehr, offene Schulen und Unis
Transport umweltfreundlich, gemeinsame Nutzung von Autos, andere Antriebe, da könnten sich die Ingenieure so richtig austoben
Wohnen umweltfreundlich, keine Betonburgen, Grün in die Städte, Aufwertung der ländlichen Gebiete
Werbung kann ersatzlos wegfallen
Verkaufen unnötig, Einkaufstempel unnötig, dafür Versorgungsmärkte, Reparaturstationen, Wertstoffhöfe
Geld schöpfen,erschwindeln,ergaunern,versichern, verteilen, planen, kontrollieren usw entfällt ersatzlos
Oh, da hat wohl 80% der bisher so schwer schuftenden Bevölkerung nichts mehr zu tun.
Nein, es gibt eine Menge zu tun
Abstimmungen, wie Rohstoffe erzeugt und verteilt werden international
Gute Planer und Organisatoren
auf allen Ebenen
Werbeleute könnten sich der Bildung annehmen, gute Lehrfilme drehen z.B.
Landwirte Gartenbauer werde in Masse gesucht
Bauleute
Ingenieure, Programmierer
Gute Lehrer, ohne Schulnoten, ohne Zwang, Angebote machen, Interesse wecken riesige Aufgabe!!
Soziale Berufe, �rzte die die Leute gesund machen wollen nicht Geld verdienen
Und wenn Wissen bereitwillig weitergegeben wird,wenn es gestattet und erwünscht ist Fragen zu stellen, wenn den jungen Leuten eine lebenswerte Zukunft in Aussicht steht, dann möchte ich den sehen, der da keine Lust bekommt mit anzupacken.
Und nicht vergessen, Musse und Besinnung, genügend Erholung und Pausen, Zeit zum Nachdenken gehören zum Leben. Vielleicht geht dann der technische “Fortschritt” nicht mehr so schnell, vielleicht ist es dann aber wirklicher lebenszugewandter Fortschritt.
März 5th, 2010 at 14:42
@Reinhard:
“wenn man einem Alki den Schnaps, das Bier, den Wein hinstellt – oder wenn man einem Junkee die Spritze voll gefüllt hinlegt, dann – werden Sie sich bedienen !!”
Ja klar, wenn sie bereits Alki oder Junkee sind. Die Frage war jedoch, warum sie’s wurden / werden mussten.
Gruß vom Silber-Engel
Juni 20th, 2010 at 15:22
[...] Die Gier nach (immer mehr) Geld und Macht: http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=2634 Mehr Senden Drucken SpeichernGelöscht Zur Startseite oder zu weiteren Videos [...]
August 12th, 2010 at 09:42
[...] Wirtschaftsfacts Post Published: 11 August 2010 Author: ue9090 Found in section: Ausgabe [...]