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    EU: Wortgewitter kaschiert Überlebensangst

    By Roman | März 1, 2010

    Es macht den Eindruck, als hätten sich hochrangige EU-Offizielle, darunter die Regierungschefs von Luxemburg und Spanien, dazu entschlossen, die Märkte am heutigen Tage mit einem Wortgewitter einzudecken. Bei Licht besehen weisen solche sinnlosen Aktionen jedoch nur einmal mehr auf die Hilflosigkeit und Ohnmacht der Staatengruppe hin, die sich einem Markt ausgesetzt sieht, der die Bestandsfähigkeit der europäischen Gemeinschaftswährung zu testen bereit ist.

    «Wir haben die Folterwerkzeuge»

    Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, droht den Spekulanten auf den Finanzmärkten, so 20min.ch [hier in kurzen Auszügen] Angesichts andauernder Wetten gegen das hoch verschuldete Griechenland kündigte er Sanktionen an. «Wir haben die Folterwerkzeuge im Keller, und wir zeigen sie, wenn es nötig ist», sagte Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker dem deutschen «Handelsblatt» (Montagausgabe). «Wir müssen das Primat der Politik wieder stärken. Sie muss die Finanzmärkte stoppen können.»

    Anm.: Wen will Juncker mit derart plumpen Anspielungen beeindrucken? Der Mann macht sich öffentlich zur Witzfigur. Und lädt erst recht ein zur Spekulation gegen den Euro, welche die Hilflosigkeit und Ohnmacht dieser EU-Bürokraten erst vollends zu Tage fördern wird. Gespannt darf man sein, wen Juncker mit seiner  Peitsche treffen will, wenn der Leerverkauf erst einmal richtig los geht. Bei Reuters heißt es heute wie folgt [hier im Auszug]:

    Zapatero: “Spanien ist sehr solvent”

    Spanien sei “als Staat sehr solvent”, sagte er der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vom Montag. Die Daten sprächen für sich…Und zum Defizit versicherte er: “Nun haben wir einen Plan zur Verringerung des Defizits binnen drei Jahren”. Dieser Plan werde erfüllt werden.

    Anm.: Ja, Zapatero. Ihr seid alle so solvent, dass Ihr hofft, durch schöne Bekundungen und Schönrednerei der realen Lage den Märkten das Misstrauen abzugewöhnen. Allein, es wird nicht funktionieren. Nach den aufgeflogenen Bilanztricks der Griechen glaubt Euch keiner mehr etwas, und dies mit Recht. Ihr versucht an etwas festzuhalten, was nicht zusammen gehört. Wie Charles Dumas im Interview ausführte, wüsste das auch jeder. Dadurch, dass den PIGS durch eine fehlende eigene Währungspolitik die Hände politisch und ökonomisch gebunden sind, wird ihr wirtschaftlicher Absturz – solange sie weiter in der Eurozone bleiben – nur umso härter ausfallen. Man darf gespannt sein darauf, wann der Druck im Landesinnern seitens der Bevölkerung zunehmen wird, denn eine Arbeitslosenrate von offiziell 20% lässt sich für keine Regierung lange durchhalten.

    Topics: Europa | 9 Comments »

    9 Responses to “EU: Wortgewitter kaschiert Überlebensangst”

    1. Raus aus Deutschland Says:
      März 1st, 2010 at 13:38

      Prima,

      alles gute Daten für Deutschland!

      HEUTE ist Zahltag!!!

    2. Werner Says:
      März 1st, 2010 at 14:20

      Der Herr Juncker kann lamentieren, wie er will. Welche Folterinstrumente hat er denn? Die einzige Chance, den Spekulanten das Handwerk zu legen hat die EZB. Die müsste Dollar gegen Euro verkaufen und zwar derart dicke, daß der Kurs wegreißt und die Leerverkäufer sich eindecken müssen, und zwar zu Preisen, die denen das Genick brechen. Die Hebel sind enorm, ein paar Milliarden Verlust treffen auch einen Herrn Soros und seine Mischpoche.
      Nur wird die EZB gar nichts machen, denn ein schwacher Euro ist das beste, was uns passieren kann! In Kürze werden die – angeblich so schnell aus der Krise kommenden und ach so produktiven – US-Unternehmen den herrn geithner anjammern wie die Maultiere, weil zu den daraus resultierenden reisen niemand mehr die US-Waren kaufen wird. Und den Japanern wird der steigende Yen ohnedies schon mittelfristig im Export das Genick brechen.

      Und wenn der Euro verreckt – und mit ihm die EUdSSR gleich mit – na und? Wir haben früher ohne diese Junta von Politkommissaren gut oder sogar besser und freier gelebt, wir werden auch ohne diesen Völkerkerker gut leben. Solange der Zusammenbruch friedlich abgeht, soll es mir Recht sein. Wenn nicht, ist’s auch gut!

      Was fallen will, soll man stoßen!

    3. Carpe Diem Says:
      März 1st, 2010 at 14:20

      Das kommt mir irgendwie bekannt vor…

      Hatten wir das nicht schon mal so in der Art:
      “Lehman Brothets ist solvent und funktionstüchtig”.

    4. Roman Says:
      März 1st, 2010 at 15:54

      @ Werner

      Irgendwo dort dürfte die Wahrheit liegen. Haben Sie schön in einem eigenen Kommentar zusammengefasst. Welche Peitsche will Herr Juncker auspacken? Nichts als unüberlegte und aus der Not heraus geborene Phrasen- und Dummdräscherei von EU-Bürokraten, die jetzt die Pille der Realität zu schlucken haben.

      Gruß,
      Roman

    5. Diese Arschgeige Says:
      März 1st, 2010 at 19:05

      hat doch mal gesagt, wir stellen etwas in den Raum und warten ab, wenn sich kein Widerstand regt, machen wir still weiter, bis es kein zurück mehr gibt oder so ähnlich?Drecks Eu/Euro! Verrecken soll beides je früher desto besser.Diese Missgeburt hat keine Zukunft.Besonders missfällt mir diese Eu, welche sich immer mehr zur gefühlten Diktatur entwickelt.Bald werden sie wieder mit dem CO2 Scheiss anfangen.Weg damit!Von mir aus auch mit Gewalt, wenns anders nicht geht.

    6. krisenfrei Says:
      März 1st, 2010 at 22:04

      Hallo Roman,

      bei diesen “grauen” Herren sprüht die Lüge doch schon aus der Nase – die brauchen nicht einmal den Mund aufmachen!
      Es wäre wirklich besser, sie würden einfach [b]nur die Klappe halten.[/b]

      DIE STRASSEN SIND NOCH VIEL ZU LEER !

      Beste Grüße

    7. Hardy Says:
      März 1st, 2010 at 23:39

      Da die Damen und Herren Politiker schon den Vertrag von Lissabon, welcher von ihnen unterschrieben wurde, entweder nicht richtig gelesen oder verstanden haben, kann man auch nicht erwarten, dass sie die Finanz-/Wirtschaftskrise richtig verstehen.
      Je schneller dieses Diktaturgebilde der EU und des Euro verschwinden, desto besser.
      Back to the roots!

    8. helos Says:
      März 2nd, 2010 at 08:11

      Na ja, auch das mit dem Völkerkerker hatten wir schon mal in Europa. Die Auswirkungen dürften bekannt sein.

    9. trixi Says:
      März 8th, 2010 at 13:13

      Saubande, gottverreckte.Ich wünschte mir echt, diese verfluchte Drecksbande würde endlich verrecken!

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