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    Irische Firmen: Drei Busts pro Tag

    By Roman | Februar 11, 2010

    Drei Unternehmen pro Tag gingen in Irland im letzten Monat bankrott und Insolvenzverwalter wiesen auf weitere 21 in der Pipeline befindliche hin, nachdem die Banken die Daumenschrauben anziehen, um die sich im Unternehmenssektor auftürmenden Schuldenberge sukzessive einzutreiben, wie zuletzt an die Öffentlichkeit drang.

    Daten zeigen einen Anstieg von 200% der Anzahl Not leidender Unternehmen, die im Monat Januar unter Zwangsverwaltung gestellt wurden, wie belfasttelegraph.co.uk berichtet. Neu veröffentlichte Statistiken des InsolvencyJournal weisen ebenfalls darauf hin, dass 103 Unternehmen kollabierten – ein Fünftel mehr als in dergleichen Periode des Vorjahrs. Eine Gesamtzahl von 1.406 Unternehmen schlossen ihre Pforten im Jahr 2009 inklusive 156 – fünf pro Tag – allein im Dezember, so die Statistik. Ken Fennell von der Kavanagh Fennell Insolvenzverwaltung sagte, dass insbesondere Baufirmen wie auch Unternehmen in Leinster am härtesten getroffen worden seien durch den brutalen wirtschaftlichen Absturz. Mr. Fennell sagte: „Im Monat Dezember bestellte eine wachsende Anzahl von bekannten Organisationen wie beispielsweise AIB Zwangsverwalter ein, um ihrer Vermögen habhaft zu werden, die hauptsächlich in Verbindung stehen mit einer großen Anzahl an Grundstücken und Immobilienobjekten, die sich im Besitz der Zoe Group befinden. Ein Zwangsverwalter wurde ebenfalls bestellt im Hinblick auf den privaten Mitgliederclub Residence der Stokes Brothers. Im Allgemeinen weisen diese jüngst publizierten Daten darauf hin, dass der Bausektor Irlands weiterhin am schlimmsten durch den Absturz betroffen ist. In diesem Bereich gingen allein im Monat Januar 32 Unternehmen in die Insolvenz – 33% der Gesamtfälle. „Die Insolvenzen in diesem Sektor sanken jedoch signifikant im Vergleich mit dem Vormonat. Der Rückgang beträgt 35% ausgehend von der Anzahl der Insolvenzen im Dezember, als 49 Baufirmen ihre Pforten schlossen. Möglicherweise ist die Industrie langsam aus dem Gröbsten raus“, so Fennell. Die Daten wiesen darauf hin, dass auch viele andere Industrien – exklusive des IT-Sektors – über ähnliche Rückgänge der Insolvenzfälle berichteten. Trotz des Kälteeinbruchs und dem Rückgang der Verkäufe im Einzelhandel im Januar gab es dennoch einige Verbesserungen im Einzelhandelssektor, der dessen Insolvenzrate um 44% zurück gegangen ist auf 10 Fälle, während sich die Bankrotte im Hotel- und Gastgewerbesektor fast halbierten von 24 auf 14. Die Aktivitäten im Automobilsektor konnten sich im Januar ebenfalls ein wenig verbessern im Januar. Nur eine Firma hatte in diesem Bereich Insolvenz anzumelden gegenüber 10 im Dezember.

    Anm.: Wie sich die Situation nach dem großen Bust für die Allgemeinheit darstellt, kann man sich in folgendem Video anschauen. Schulen werden geschlossen, Steuern erhöht, die Arbeitslosigkeit steigt und mit ihr die Perspektivlosigkeit – das Vertrauen in die politische Führung ist auf Null gesunken:

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