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    Kupfermärkte vor Rebound?

    Dezember 2, 2012

    Die Rohstoffmärkte zeichneten sich in den letzten Monaten nicht gerade als Gewinn bringende Investmentalternativen aus. Das galt neben dem Sektor der Bunt- und Basismetalle, vor allem auch für Eisenerz und Thermalkohle. Sich intensivierende Sorgen über eine beschleunigte Talfahrt in China führten zu Preiseinbrüchen, von denen sich zumindest der Kupfersektor nun ein wenig erholen konnte, nachdem sich einige Daten aus China zuletzt verbesserten. Auch eine Mitteilung des chilenischen Kupferriesen Codelco sorgte für zufriedene Gesichter.

    Die Hoffnungen sind groß, dass Chinas Wirtschaft in 2013 wieder stärker wachsen wird

    China ist wichtig – vor allem für die Rohstoffmärkte. Denn nicht umsonst vereint das Reich der Mitte teilweise mehr als 40% der weltweiten Nachfrage in bestimmten Rohstoffsektoren auf sich. Grund ist, dass man in China seit Ausbruch der Finanzkrise die Aktivitäten an den heimischen Bau- und Immobilienmärkten in einer niemals zuvor gesehenen Weise hochfuhr. Dafür wurden neben Basismetallen in erster Linie Eisenerz zur Stahlerzeugung und Kohle benötigt.

    Doch nachdem Sand ins Getriebe des wirtschaftlichen Aufschwungs in China gekommen ist, brach im gleichen Atemzug auch die Nachfrage an den Rohstoffmärkten ein. An den Finanzmärkten sind die Zeichen der Zeit nicht ungehört geblieben. Ende November teilte die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) mit, dass die global ausstehenden Netto-Longpositionen unter insgesamt 18 Rohstoff-Futures bis zum Ende der vorletzten Novemberwoche um 17% sanken.

    Damit setzte sich der Rückgang die sechste Woche in Folge fort. Noch dramatischer lesen sich die Zahlen, wenn man sie in direkten Vergleich mit Anfang Oktober 2011 setzt. Seitdem haben sich die Netto-Longpositionen unter Hedgefonds um insgesamt 38% reduziert. Damit liegen die schlechtesten Daten seit August 2008 vor. Zum damaligen Zeitpunkt erreichte die globale Bankenkrise fast ihren Höhepunkt, wodurch die Finanzmärkte in extremster Weise erschüttert wurden.

    Vor allem im Kupfersektor wurden viele Investoren zuletzt immer vorsichtiger, da eine anhaltende Abschwächung der Weltwirtschaft weitere Nachfragerückgänge in Asien zur Folge hätte. Doch am Freitag gewannen die Kupfer-Futures mit Lieferdatum März um 1,2% auf $3.65 hinzu. So etwas ließ sich seit Langem nicht mehr beobachten. Der Wochengewinn war der stärkste seit mehr als zwei Monaten. Für Optimismus sorgte zuletzt, dass sich der chinesische Industriesektor ein wenig erholen konnte.

    Auch die Meldung, dass die kommunistische Staatsführung ihre Prognose zu einem BIP-Wachstum von 7,5% im laufenden Jahr aufrecht erhält, nährte diesen Optimismus. Zudem wird der neuen Staatsführung Chinas an den Finanzmärkten mit einer ganzen Menge an Vorschusslorbeeren begegnet. Die Hoffnungen sind groß, dass der Industriesektor das chinesische Wachstum einmal mehr wird befeuern können. Angekurbelt wurde der Kupferpreis auch nach der Mitteilung des chilenischen Kupferriesen Codelco, nach der die Kupfernachfrage aus China in 2013 um 5% bis 7% wachsen soll.

    Topics: Asien, Märkte, Regierung und Banken, Weltpolitik | No Comments »

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