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    Eurozone: PMI des produzierenden Gewerbes schrumpft 16. Monat in Folge

    Dezember 3, 2012

    Das produzierende Gewerbe der Eurozone kam aus seiner wirtschaftlichen Malaise auch im November nicht heraus. Ganz im Gegenteil schrumpfte der durch Markit berechnete Final Eurozone Manufacturing Einkaufsmanagerindex (PMI) den 16. Monat in Folge, obwohl sich das Barometer leicht von 45,4 Punkten im Vormonat auf 46,2 Punkte verbessern konnte. Indexniveaus unter der Marke von 50 Punkten signalisieren eine Schrumpfung des Sektors. Ein Ende der Rezession in der Eurozone wird sich auch zu Beginn des neuen Jahres kaum einstellen.

    Rekordhohe Arbeitslosigkeit, eine schwache Konsumnachfrage und rückläufige Exportaufträge machen der Eurozone schwer zu schaffen


    Die Geschäftsbedingungen in der Eurozone verharrten auch im November weit unterhalb der 50-Punkte-Marke / Quelle: Markit

    Auffällig ist, dass sich die ökonomischen Bedingungen im produzierenden Gewerbe in allen Mitgliedsländern weiter verschlechterten. Nur Irland machte hier einmal mehr eine erfreuliche Ausnahme, wo der nationale Index mit 52,4 Punkten ein 4-Monats-Hoch erreichte. Während sich der Rückgang der Aktivitäten in Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien und Griechenland ein wenig abschwächte, intensivierte sich die Talfahrt dagegen in Italien und den Niederlanden.

    Der Ausstoß im produzierenden Gewerbe verminderte sich im November den 9. Monat in Folge. Allerdings war die Geschwindigkeit des Rückgangs die geringste seit April dieses Jahres. Während die Produktion im Konsumgütersektor vor Weihnachten anzog, stellten sich in den Sektoren für Kapital- und Zwischenprodukte weitere Rückgänge ein. Was der Eurozone die meisten Schwierigkeiten bereitet, ist der sich fortsetzende Einbruch des Inlandkonsums.

    Diese Entwicklung wirkt sich äußerst negativ auf die Eingänge neuer Aufträge und die Bestandsaufträge vieler Unternehmen aus, wenngleich sich die Kontraktion in den Bereichen aller eingehenden Neuaufträge und neuer Exportaufträge auf ein 8-Monats-Tief abschwächte. Nichtsdestotrotz leiden vor allem die Exportunternehmen unter der vorherrschenden Lage. Die Eingänge von neuen Exportaufträgen sanken den 17. Monat in Folge, hauptsächlich basierend auf einer schwachen Entwicklung der Nachfrage innerhalb der Eurozone.


    Industrieproduktion ohne Bausektor (orange) vs. PMI (blau) / Quelle: Markit

    Unter den stärksten Einbrüchen im Exportsektor litten abermals Griechenland und Deutschland, obwohl sich der Rückgang in Deutschland auf ein 8-Monats-Tief abschwächte. Ein weiteres Problem stellen die teils horrenden Überkapazitäten in der Eurozone dar. Die Kombination aus einer schwachen Nachfrage und wachsenden Überkapazitäten sorgte in der Eurozone im November für einen anhaltenden Abbau von Arbeitsplätzen. In der vergangenen Woche meldete Eurostat, dass die Arbeitslosenquote in der Eurozone auf 11,7% kletterte.

    Die neuen Daten weisen darauf hin, dass sich der wirtschaftliche Abschwung in der Eurozone im vierten Quartal intensiviert. Auch in Q4 ist mit einer sich fortsetzenden Schrumpfung der Wirtschaft in dem 17-Länder-Block zu rechnen, womit die Eurozone das dritte Quartal in Folge in der Rezession verharren würde. Mit einer Besserung sei laut Markit auch zu Beginn des neuen Jahres nicht zu rechnen. Um die Lage in der Eurozone zu verbessern, müsse vor allem die Importnachfrage aus den USA und Asien wieder anziehen.

    Topics: Deutschland, Europa, Märkte, Regierung und Banken | No Comments »

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