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    U.K.: Einzelhandelsabsätze mit deutlichem Rückgang im Oktober

    November 19, 2012

    Wie groß war noch im September die Hoffnung auf einen sich fortsetzenden Zuwachs der britischen Einzelhandelsabsätze, nachdem ein heftiger Konsumeinbruch im Frühjahr dieses Jahres zu einer Welle von Insolvenzen im gesamten Sektor führte. Doch der Monat Oktober machte den Erwartungen einen dicken Strich durch die Rechnung, nachdem die Verkäufe im Monatsvergleich um 0,8% zurückgingen – und das so kurz vor Weihnachten!

    Hoffnungen auf anhaltendes Absatzwachstum im britischen Einzelhandel haben sich im Monat Oktober schon wieder zerschlagen

      Most recent month on a year earlier Most recent 3 months on a year earlier Most recent month on previous month Most recent 3 months on previous 3 months
    Amount spent (Value)  1.6 2.5 -0.4 1.2
    Quantity bought (Volume) 0.6 1.8 -0.8 0.2
    Value excluding automotive fuel 1.9 2.8 -0.3 0.6
    Volume excluding automotive fuel 1.1 2.2 -0.7 0.1

    Quelle: Office of National Statistics

    Analysten zeigten sich geschockt über die britischen Einzelhandelsabsätze im Monat Oktober. Daran hat man sich in diesem Jahr schon fast gewöhnt, nachdem die Verkäufe der Händler in diesem Jahr nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Irland weit unter den Erwartungen blieben. Im September zeichnete sich ein kleiner Silberstreif am Horizont ab, da die Verkäufe nach der Durststrecke im Frühjahr und Frühsommer dieses Jahres im Monatsvergleich endlich um 0,6% anziehen konnten.

    Doch das scheint es dann auch schon wieder gewesen zu sein. Wie die Zahlen des Nationalen Statistikbüros für den Monat Oktober zeigen, brachen die Verkäufe im Einzelhandel auf Monatsbasis wieder um satte 0,8% ein. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von moderaten 0,2% gerechnet. Vor allem die Textilhändler berichteten über einen signifikanten Einbruch ihrer Verkäufe, der sich im Monatsvergleich auf 2,3% summierte. Natürlich ist diese Entwicklung alles andere als ein gutes Vorzeichen für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.

    Der Verband British Retail Consortium fand für die aktuelle Lage die richtigen Worte, indem darauf hingewiesen wurde, dass ein womöglich schlechtes Weihnachtsgeschäft zu einer sich fortsetzenden Insolvenzwelle unter den britischen Einzelhändlern führen könnte. Nachdem sich nach dem Auftauchen aus der Rezession im dritten Quartal auch schon wieder die Daten im produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor verschlechterten, geht die Angst vor dem Abrutschen in eine Triple-dip-Rezession in Großbritannien um.

    Auch die Absätze der Lebensmittelgeschäfte erwiesen sich im Oktober um 0,6% rückläufig. Kaufhäuser, die ohnehin schon seit langem unter einer wachsenden Konkurrenz im Internet leiden, berichteten über einen Rückgang ihrer Verkäufe von 0,7%. Haushaltsprodukte führten dabei die Liste der Verlierer mit an, die sich um insgesamt 0,5% reduzierten. Die Hoffnungen auf eine Stabilisierung an den britischen Arbeitsmärkten scheinen verfrüht gewesen zu sein, da die Verbraucher anscheinend nicht dazu bereit sind, ihren Konsum zu steigern.

    Im Gegenteil macht es den Eindruck, als ob die britischen Verbraucher dem Braten einer sich in den letzten Monaten etwas erholenden Wirtschaft nicht über den Weg trauen, weshalb sie ihr Geld zusammenhalten und nur das Nötigste kaufen.

    Topics: Europa, Märkte, Regierung und Banken | No Comments »

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