Wirtschaftsfacts
  • Charts1

  • Charts 2

  • Kategorien

  • Archiv

  • Meta

  • « | Home | »

    “Turbo Timmy”: US-Schuldenobergrenze abschaffen!

    November 20, 2012

    Auf diese News musste man eigentlich nicht mehr lange warten. Nachdem das US-Finanzministerium vor den Präsidentenwahlen heimlich, still und leise bekannt gab, dass die Schuldenobergrenze des Landes gegen Ende dieses Jahres abermals erreicht sein wird, folgt der nächste Paukenschlag. Zwar befindet sich Finanzminister Geithner vor seinem Abgang, machte in einem Interview jedoch darauf aufmerksam, dass man die Schuldenobergrenze in den USA abschaffen sollte – und je schneller, desto besser.

    Die USA können vor lauter Schulden schon jetzt kaum mehr aus den Augen gucken

    In einem Interview gegenüber Bloomberg erklärte US-Finanzminister Tim Geithner, dass der Kongress die Schuldenobergrenze abschaffen sollte. Wundern muss man sich über diese Aussagen des vor einem Abgang als Finanzminister stehenden Geithners sicherlich nicht. Denn mit der Wiederwahl von Präsident Obama wird auch das exzessive Schuldenmachen weitergehen. Wie schon vormals berichtet, sehen die Prognosen des Budgetkomitees des Kongresses vor, dass die US-Staatsschulden in den nächsten vier Jahren auf bis zu $20,3 Billionen steigen sollen.

    Präsident Obama würde seinem Land damit ein echtes Legat hinterlassen: nämlich derjenige Präsident in der Geschichte des Landes gewesen zu sein, der die Staatsschulden innerhalb von nur acht Jahren um mehr $10 Billionen (!) aufblähte. Schon in seiner ersten Amtszeit sorgten zahllose Bailouts an den Häusermärkten, im Bankensektor und in der Automobilindustrie für eine staatliche Schuldenexplosion von $6,2 Billionen. Vor lauter Schulden kann das Land bald nicht mehr aus den Augen gucken, doch Geithners Aussage scheint zu bestätigen, was vielerorts bereits befürchtet wird: nämlich dass diese Strategie bis zum endgültigen Kollaps des globalen Währungssystems weiterverfolgt wird.

    Laut Timothy Geithner solle der US-Kongress endlich damit aufhören, Obergrenzen für die Schuldenaufnahme des Staates einzuziehen. Umso schneller die Schuldenobergrenze gänzlich abgeschafft werde, desto besser. Auf diese Weise würde es endlich zu einer Beendigung der Dispute zwischen den Demokraten und Republikanern kommen, während die Erpressbarkeit der Regierung ausgehebelt würde. Dadurch stünde der US-Regierung die Möglichkeit offen, Schulden bis in alle Ewigkeit aufzunehmen. Dass die Federal Reserve einen immer größeren Anteil dieser emittierten Bonds in der Zukunft aufkaufen müsste, fällt bei der Gesamtbetrachtung natürlich gänzlich unter den Tisch.

    In einer neuen und auf leisen Sohlen daherkommenden Publikation des US-Finanzministeriums heißt es, dass die bei aktuell $16,394 Billionen liegende Schuldenobergrenze der Vereinigten Staaten schon gegen Ende dieses Jahres abermals erreicht wird. Damit verbunden ist gleichzeitig auch eine Warnung an den Kongress. Denn noch vor Ablauf dieses Jahres wird es neben der Aufgabe zur Entschärfung der Fiskalklippe auch zu einer Einigung zwischen Demokraten und Republikanern über eine erneute Anhebung der Schuldenobergrenze kommen müssen, wenn Barack Obama in 2013 Finanzmittel für das Bestreiten staatlicher Ausgaben zur Verfügung stehen sollen.

    Topics: Märkte, Regierung und Banken, USA, Weltpolitik | No Comments »

    Comments

    You must be logged in to post a comment.