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    New York: Empire State Index schrumpft 4. Monat in Folge

    November 15, 2012

    Der Empire State Index, ein Barometer zur Entwicklung der Geschäftsaktivitäten im produzierenden Gewerbe in New York, schrumpfte im November den vierten Monat in Folge. Wichtige Subindizes weisen darauf hin, dass die Beschäftigung weiterhin deutlich rückläufig ist. Dasselbe gilt auch für die durch die Mitarbeiter des Sektors geleisteten Arbeitsstunden samt Lohnentwicklung. Trotz der bevorstehenden Weihnachtssaison sind dies kein guten Vorzeichen für einen kräftig anziehenden Inlandskonsum.

    Wie im ganzen Land sinken auch in New York die geleisteten Arbeitsstunden


    Der Empire State Index schrumpfte im November den 4. Monat in Folge / Quelle: Fed of New York

    Der Empire State Index schrumpfte auch im Monat November, obwohl gegenüber Oktober eine leichte Verbesserung der allgemeinen Geschäftsbedingungen feststellbar war, wie ein neuer Bericht der Fed of New York zeigt. Während das wichtige Barometer im Oktober bei -6,16 Punkten notierte, wurden im November -5,22 Punkte gemessen. Lässt man die Auswirkungen des Supersturms Sandy auf die New Yorker Küste einmal aus den Betrachtungen außen vor, so schrumpfte der Index nun den vierten Monat in Folge.

    Positiv ist, dass die neuen Auftragseingänge im November erstmals seit dem Monat Juni wieder positives Terrain erreichen konnten. Der entsprechende Subindex verbuchte einen deutlichen Anstieg von -8,97 Punkten auf 3,08 Punkte. Beobachter sind allerdings der Ansicht, dass diese Entwicklung dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft geschuldet ist, von dem sich viele Unternehmen einen Umsatz- und Absatzschub erwarten. Inwiefern sich diese Hoffnung erfüllen wird, bleibt abzuwarten, da harte Preiskämpfe die Margen belasten werden.


    Sowohl der Beschäftigungs- als auch der Arbeitsstundenindex geben wenig Anlass zu Optimismus / Quelle: Fed of New York

    Ein anderes Bild zeigt sich, wenn man sich den Subindex zur Entwicklung der Beschäftigung im produzierenden Gewerbe New Yorks anschaut. Hier vollzog sich von Oktober auf November ein signifikanter Rückgang von -1,08 Punkten auf -14,61 Punkte. Auffällig ist auch, dass sich die durch die Mitarbeiter geleisteten Arbeitsstunden weiter im Rückwärtsgang befinden. Der entsprechende Index sackte im November auf -7,87 Punkte von -4,30 Punkten im Oktober ab. Wie im ganzen Land, drosseln auch die Arbeitgeber New Yorks die Arbeitsstunden und Löhne ihrer Beschäftigten – kein gutes Anzeichen für den Inlandskonsum.

    Interessant ist, dass Supersturm Sandy nur auf 21% der in New York aktiven Produzenten einen Ausfall von Geschäften zur Folge hatte. Dagegen erklärten nahezu 100% aller befragten Unternehmen, dass der Sturm negative Auswirkungen in Form von Stromausfällen oder einer Unterbrechung der Kommunikationsleitungen nach sich zog. Während im Dezember mit einem deutlichen Anstieg des Indexes aufgrund der Weihnachtssaison zu rechnen ist, bleibt die berechtigte Frage, ob und wie schnell es im Januar wieder bergab gehen wird.

    Topics: Märkte, Regierung und Banken, USA | No Comments »

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