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    Marc Faber: “Goldverbot in den USA und der Schweiz möglich”

    November 19, 2012

    Marc Faber war in der letzten Woche im Rahmen der LBMA Conference in Hong Kong einer der Redner, dem man am meisten entgegen fieberte. Dass ein finaler Deflationskollaps um die Ecke warte, sei nahezu jedermann klar, nur wisse niemand, wann dieses Ereignis letztendlich eintreten werde. Während Industrie- und Basismetalle schon jetzt in einen signifikanten Abschwung übergehen könnten, halte er an seinen Goldinvestments fest. Anleger in den USA und der Schweiz sollten jedoch gewahr sein, dass es dort zu einem Goldverbot kommen könnte.

    Gruselig: Auf Mark Fabers Toilette hängt das Bild von Fed-Chef Ben Bernanke

    Die ausstehenden Staatsschulden der Vereinigten Staaten liegen bei 379% der jährlichen Wirtschaftsleistung, wenn man den hochgradig unterfinanzierten Sozialsektor und die ungedeckten Pensionsverpflichtungen der Regierung mit einberechne, wie Faber auf der diesjährigen LBMA Conference in Hong Kong ausführte. Würde man alle versteckten Posten mit einberechnen, so würde der sich daraus ableitende Schulden-Chart mindestens so hoch sein, wie das Hochhaus, in dem die diesjährige Konferenz abgehalten wurde.

    Darüber hinaus sei es keine Frage des ob, sondern nur des wann – womit Faber auf einen bevorstehenden finalen Deflationskollaps anspielte. Um diesen Kollaps so lange wie möglich in die Zukunft zu verschieben, ließen sich Regierungen und Zentralbanken die kreativsten Dinge einfallen. Allerdings nicht zum Nutzen der Wirtschaft, sondern zum alleinigen Nutzen der Finanzmärkte. Allerdings zeichne sich ab, dass diese Bemühungen einem zeitlichen Ablaufdatum unterlägen.

    Schon zum jetzigen Zeitpunkt würde Faber nicht mehr auf Industrie-, Basis- und Buntmetalle setzen. Denn es mache den Anschein, als ob die sich abschwächende Weltwirtschaft schon jetzt negative Auswirkungen auf diesen Sektor habe. An seinen Goldinvestitionen hält Faber jedoch nach wie vor fest. Wichtig sei dabei, auf eine gute Diversifizierung seiner gelagerten Goldvorräte zu setzen. Denn es sei keineswegs auszuschließen, dass es in den Vereinigten Staaten und der Schweiz zu einem neuen Goldverbot kommen könnte.

    Wichtig sei also, seine Lagerbestände über die ganze Welt zu verteilen. Warum es zu einer potenziellen Enteignung der Goldhalter in besagten Ländern kommen könnte, wusste Faber auch zu berichten. Da sich in der letzten Dekade große Goldvorräte in der Hand einer Minderheit angesammelt hätten, sei es für Regierungen rund um die Welt ein Leichtes, dieser Minderheit ihr Spielzeug wegzunehmen. Trotz allem hält Faber zum jetzigen Zeitpunkt immer noch rund 25% seiner Goldvorräte in der Schweiz.

    Solange es nicht zu dem erwarteten Deflationskollaps komme und Zentralbanken immer mehr Liquidität in die Finanzmärkte pumpten, sei Gold das Investment erster Wahl und alles andere als in einer Blase. Wenn ihn ein Anfall überkomme, der ihn zum Nachdenken über einen Verkauf seiner Goldvorräte animiere, rufe er sich immer dieselbe Sache ins Gedächtnis. Und dies sei ein Bild von Fed-Chef Ben Bernanke, das auf seiner Toilette hänge. Wann immer er über einen Goldverkauf nachdenke, schaue er auf dieses Bild und wisse es danach besser:=)

    Topics: Afrika, Asien, Australien, Europa, Märkte, Regierung und Banken, Südamerika, USA, Weltpolitik | No Comments »

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