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    USA: Vertrauen ins Rentensystem ist am Verpuffen

    Oktober 23, 2012

    Wen können die Ergebnisse einer neuen Studie des Pew Research Centers schon noch großartig schocken? Wer die Entwicklung an den Arbeitsmärkten betrachtet, sollte seine Zukunftsplanung nicht auf gefälschten Statistiken von Regierungen aufbauen. Viele Amerikaner tun dies anscheinend auch nicht, denn immer mehr Bürger im Alter zwischen 30 und 40 Jahren stellen sich die Frage, ob sie jemals eine Rente erhalten werden. Und das vollkommen zu Recht!

    Im Pensionssystem klafft ein riesiges Loch von $4,6 Billionen


    Schon 38% der Amerikaner glauben nicht mehr an eine Rente im Alter / Quelle: Pew Research Center

    Nachdem immer mehr Angehörige der Generation der so genannten Babyboomer aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden, werden die Finanzprobleme im staatlichen Rentensystem immer offensichtlicher. Genau mit dieser Entwicklung war seit vielen Jahren zu rechnen, die jedoch durch die globale Finanzkrise zusätzlich verschärft wird. So braucht es auch niemanden zu wundern, dass laut neuen Studienergebnissen des Pew Research Centers bereits 38% aller Amerikaner zwischen 30 und 40 Jahren kein Vertrauen mehr ins staatliche Pensionssystem haben. Im Zuge der letzten Umfrage im Februar 2009 zeigten sich davon erst 25% der Teilnehmer überzeugt.

    Diese Gruppe der Befragten rechnet schon gar nicht mehr damit, jemals in den Genuss einer Rente zu kommen. Wer die reale Entwicklung an den Arbeitsmärkten in seine Überlegungen einbezieht, wird sich darüber bewusst sein, dass solche Ängste Hand und Fuß haben. Denn es ist sicher nicht damit getan, dass Regierungen ihre Arbeitsmarktstatistiken fälschen, um sich eine Wiederwahl zu ermöglichen. Im Fall von Barack Obama schreit das schon mehr als nur zum Himmel, sondern ist derart offensichtlich, dass selbst große US-Medien und Investoren der Regierung eine Schönung ihrer Statistiken vorwerfen.

    Dass die Probleme dadurch nicht verschwinden, zeigt die Welle an Kommunalbankrotten, die zurzeit gerade über den Bundesstaat Kalifornien hinweg zieht. Nicht selten werden städtische Insolvenzen durch die gravierenden Finanzprobleme im Pensionssektor ausgelöst. Ehemals abgegebene Rentenversprechen der Politik können nicht mehr eingehalten werden, worauf vor allem auch die Tatsache hinweist, dass im staatlichen Pensionssystem eine Finanzlücke von unfassbaren $4,6 Billionen (!) klafft.

    Darauf wies ein zuletzt publizierter Bericht von State Budget Solutions hin, nach dessen Ergebnissen die aktuellen Finanzlöcher alles in den Schatten stellen, was sonst noch so an Hiobsbotschaften aus dem Rest der Welt gemeldet wird. Demnach liegt das kumulierte Finanzloch in den Vereinigten Staaten bei unfassbaren $4,6 Billionen. Halleluja, wenn man bedenkt, dass die Generation der so genannten Baby Boomer jetzt vor dem Renteneintritt steht oder bereits von staatlichen Leistungen profitiert.


    Daten aus dem jüngsten Bericht von State Budget Solutions: die  $4,6 Billionen schwere US-Pensionsbombe tickt

    Hinzu kommt, dass staatliche Pensionsfonds wie Calpers mit Zielrenditen in einer Größenordnung von 8% jonglieren, die sich im jetzigen Umfeld niemals erreichen lassen. Selbst vor dem Ausbruch der globalen Finanzkrise in den vorangehenden Boom-Jahren hat kein Manager im Pensionsfondssektor eine derartige Rendite erzielen können. Erst vor Kurzem meldete Calpers, im abgelaufenen Fiskaljahr eine Rendite von mickrigen 1% erwirtschaftet zu haben. So kann das einfach nichts werden, wenn man bedenkt, dass immer mehr Senioren jetzt von den Leistungen profitieren wollen.

    Topics: Märkte, Regierung und Banken, USA, Weltpolitik | No Comments »

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